Programmkino Central Würzburg - deutsch-französischer Tag 2011
17. - 19. Januar 2011 18:30 „Villa Amalia“
Regie: Benoit Jacquot, Darsteller: Isabelle Huppert, Jean Hugues Anglade, Maya Sansa, Xavier Beauvois, Clara Bindi, F 2009, 91 Minuten, Original mit Untertiteln, FSK: o.Al.
Ann verfolgt das Auto ihres Mannes, beobachtet wie er eine andere Frau küsst. Im Dunkel verborgen, trifft sie einen Freund aus Kindheitszeiten auf der Strasse. Eine seltsame Dualität nimmt ihren Lauf. Ann entfernt sich systematisch von ihrem Mann. Sie beginnt kategorisch ihr bisheriges Leben auf den Nullpunkt zu fahren, Handy, Appartement, Auto, Job, Konto aufzulösen. Gleichzeitig vertraut sie sich Georges an, dem Kindheitsfreund, den sie in dieser Nacht wie zufällig getroffen hat. Man spürt, dass es mehr gab als diesen flüchtigen Kuss ihres Mannes mit der anderen.
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Dass diese rasante Fluchtbewegung trotz der reduzierten Seeleneinblicke fasziniert, liegt natürlich an der wie immer grandiosen Hauptdarstellerin, aber auch an einer mehr als kontrollierten Regie, die sich bei der Verfilmung des Romans von Pascal Quignard jeglicher Gefallsucht verweigert.“ Filmdienst
20. - 26. Januar, 18.00 Uhr „La Danse“
Ein Film von: Frederick Wiseman, Mit: Solotänzer, Corps de Ballet, Orchester und Schule der Opéra National de Paris, Choreografien von: Wayne McGregor, Sasha Waltz, Mats Ek, Rudolf Nurejew, Pierre Lacotte, Pina Bausch, Angelin Preljocaj, F/USA 2009, 158 Minuten, Original mit Untertiteln, FSK o.A.
Frederick Wiseman, der Großmeister des beobachtenden Dokumentarfilms, besucht in seinem 38. Werk eine der großartigsten Ballettkompanien der Welt: das Ballett der Pariser Oper. Die Kamera streift durch das riesige Palais Garnier, einen opulenten Bau aus dem 19. Jahrhundert, durch Korridore mit Kristalllüstern und labyrinthische Gewölbe bis in den luxuriösen Theatersaal mit seinen 2.200 scharlachroten Samtsesseln.
„Einer der schönsten Tanzfilme aller Zeiten – ein Augenschmaus!“ New York Times
20. - 26. Januar 2001 und 21.00 Uhr „Vergissmichnicht - L’âge de raison“
Regie: Yann Samuell, Darsteller: Sophie Marceau, Marton Csokas, Michel Duchaussoy, Jonathan Zaccai, F 2010, 89 Minuten, Original mit dtsch. Untertiteln, FSK: o.Al.
An Margarets 40. Geburtstag erscheint ein alter Notar an ihrem Arbeitsplatz, einer Pariser Konzernzentrale, und besteht darauf, ihr einen Brief persönlich zu übergeben. Ungläubig muss Margaret feststellen: Die Absenderin des Briefes war sie selbst vor 33 Jahren. In einem kleinen südfranzösischen Dorf übergibt ein junges Mädchen 33 Jahre zuvor neun Briefe an den Notar Mérignac. Dieser soll ihr die Briefe ab ihrem 40. Geburtstag zustellen. Weil Marguerite sieht, dass das Erwachsenwerden große Veränderungen bedeutet, will sie Vorsorge treffen, um an Dinge erinnert zu werden, die ihr als Kind wichtig waren. Der junge Notar nimmt den Auftrag an, kann seiner Neugierde aber nicht widerstehen, liest die Briefe und versteht, dass dieser Auftrag der wichtigste seiner Laufbahn ist.
„.. Regisseur Yann Samuell (gelingt) ein beschwingter Arthousefilm mit Tiefgang, der überdies mit guter Kameraarbeit besticht.“
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