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„Franken – ein lebenswertes, einmaliges Stück Erde“ (25. Mai 2016)


Früherer Bezirksheimatpfleger Reinhard Worschech feiert achtzigsten Geburtstag


Worschech_Geburtstag

Begleitet von zahlreichen Volksmusikanten aus ganz Unterfranken gratulierte Bezirkstagspräsident Erwin Dotzel dem früheren Bezirksheimatpfleger Dr. Reinhard Worschech zu dessen achtzigsten Geburtstag. (Foto: Mauritz)
 

Würzburg. (mm) Seinen achtzigsten Geburtstag hat am Mittwoch (25. Mai) der langjährige Bezirksheimatpfleger Dr. Reinhard Worschech gefeiert. Zu den Gratulanten gehörte auch Bezirkstagspräsident Erwin Dotzel, der von zahlreichen Volksmusikanten aus ganz Unterfranken begleitet wurde, die dem Jubilar ein Ständchen spielten.

Generationen von Menschen habe Worschech die fränkische Kultur nahe gebracht, betonte Dotzel. Mit den vielen Büchern aus seiner Feder, den mehr als 200 Aufsätzen und seinen ungezählten Vorträgen sei es Worschech immer wieder gelungen, das Geheimnis fränkischer Eigenart stets aufs Neue zu ergründen. Vor allem bei Fragen zur unterfränkischen Tracht, zur Musikpflege und zu den unterfränkischen Bildstöcken sei Worschech ein wandelndes Lexikon, lobte Dotzel. Auch die Worschech-Bücher über das „Weinland Franken“ und die „Bräuche zur Weihnachtszeit“ hätten zahlreiche Leser gefunden. Als Bezirksheimatpfleger habe Worschech Maßstäbe gesetzt und bis heute sichtbare Spuren hinterlassen, so Dotzel.

Worschech, der von sich selbst einmal gesagt hat: „Ich liebe und achte das fränkische Land. Es ist noch immer ein lebenswertes, einmaliges Stück Erde“ wurde am 25. Mai 1936 in Thönischen (Egerland) geboren. Nach seinem Abitur in Würzburg studierte er zunächst Pädagogik und arbeitete anschließend als Lehrer an verschiedenen Volksschulen. Parallel dazu studierte er von 1960 bis 1965 an der Philosophischen Fakultät der Uni Würzburg und promovierte 1971 im Fach Volkskunde mit einer Arbeit über „Frauenfeste und Frauenbräuche in vergleichender Betrachtung mit besonderer Berücksichtigung Frankens“.

Nach Stationen als Ausbildungslehrer und wissenschaftliche Hilfskraft an der Pädagogischen Hochschule in Würzburg wechselte Worschech 1972 als Bezirksheimatpfleger zum Bezirk Unterfranken. Als er nach 27-jähriger Dienstzeit altersbedingt in den Ruhestand ging, hieß es zu seinem Abschied, noch Generationen nach ihm würden von seiner Arbeit zehren. Für seine vielfältigen Verdienste wurde Worschech mit zahlreichen Auszeichnungen geehrt. So erhielt er die Goldene Silberdistel der Bayerischen Trachtenvereinigung, den Gambrinus der Mainfränkischen Bierbrauer, die Goldene Nadel des Nordbayerischen Musikbundes, die Justus-Schneider-Medaille sowie den Kulturpreis des Rhönklubs und den Kulturpreis des Steigerwald-Clubs. Zudem ist er Träger des Sudetendeutschen Kulturpreises.

 

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