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Bezirk mit positiver Öko-Bilanz (9. Juni 2016)


Krankenhäuser und Heime des Bezirk Unterfranken verbrauchten 2015 weniger Energie


HackschnitzelanlageKlinikLohr

Die Hackschnitzelanlage im Bezirkskrankenhaus Lohr am Main (Foto: Mauritz)
 

Würzburg. (mm) Deutlich weniger Energie haben trotz hoher Belegungszahlen im vergangenen Jahr die Krankenhäuser und Heime des Bezirk Unterfranken verbraucht. Diese klimapolitisch positive Bilanz stellte Rainer Klingert, der Geschäftsleiter der Krankenhäuser und Heime, am Donnerstag (9. Juni) bei der Vorlage des Ressourcenberichts der Liegenschaften des Bezirk Unterfranken vor.

Rückläufig war unter anderem der Gesamt-Stromverbrauch für alle Einrichtungen, wobei Klingert betonte, dass dies insbesondere auch für den Strom aus dem öffentlichen Netz gelte, während gleichzeitig der Anteil regenerativ erzeugten Stroms zulegte. So lieferte zum Beispiel im Jahr 2014 das Blockheizkraftwerk (BHKW) in Schloss Werneck noch 847.000 Kilowattstunden (kWh), im Jahr 2015 waren es bereits 1.012.759 kWh. Insgesamt bezogen die Bezirks-Kliniken im Jahr 2015 noch 23 Prozent des Stroms aus dem Netz.

Weniger eindeutig war die Tendenz beim Wärmeverbrauch. Hier beobachtete Klingert „bei der Hälfte unserer Einrichtungen einen Anstieg des Gesamt-Wärmeverbrauchs“. Einen der Gründe dafür sah der Geschäftsleiter in den klimatischen Wechselfällen: „Auf den warmen Winter 2014/2015 folgte ein kaltes Frühjahr.“ Dennoch seien zum Beispiel beim König-Ludwig-Haus die Verbrauchswerte trotz hoher Belegungszahlen sehr konstant geblieben. Andererseits verdreifachte sich zum Beispiel die Wärme-Erzeugung der Wernecker Biogasanlage im selben Zeitraum von 1,03 Millionen KWh auf 3,39 Millionen kWh.

Auch bei der Entwicklung des Wasserverbrauchs sprach Klingert von einem „uneinheitlichen Bild“. So sei der Wasserverbrauch an den Standorten Würzburg und Schweinfurt gesunken, in Münnerstadt gleich geblieben und in Aschaffenburg, Werneck und Römershag sogar leicht gestiegen. Den höheren Wasserverbrauch im BKH Lohr führte Klingert auf strengere Anforderungen der Trinkwasserverordnung zurück, wonach das Rohrleitungsnetz regelmäßig gespült werden müsse. Zudem stünden Wasserverbrauch und Belegungszahlen in direktem Zusammenhang, betonte der Geschäftsleiter. Das gelte auch für das Abfall-Aufkommen. Auch die Menge des zu entsorgenden Mülls nehme mit der Zahl der Patienten zu.

 

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