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Förderpreise zur Erhaltung historischer Bausubstanz (19. Juli 2016)


Festakt am 18. Oktober in Königsberg – Insgesamt 150.000 Euro an sechs Preisträger


Brauhaus_Koeslau

Erhält einen der Förderpreise des Bezirk Unterfranken zur Erhaltung historischer Bausubstanz: das ehemalige Brauhaus Köslau (Landkreis Hassberge). (Foto: Landkreis Hassberge)
 

Würzburg. (mm) Im Königsberger Stadtteil Köslau (Landkreis Hassberge) werden am 18. Oktober die diesjährigen Förderpreise des Bezirk Unterfranken zur Erhaltung historischer Bausubstanz an die insgesamt sechs Preisträger verliehen. Am gestrigen Dienstag (19. Juli) hat der Kulturausschuss des Bezirks im Rahmen einer öffentlichen Sitzung den entsprechenden Empfehlungsbeschluss der Jury einstimmig beschlossen.

Die Förderpreise des Bezirk Unterfranken zur Erhaltung historischer Bausubstanz 2016 erhalten demnach das ehemalige Brauhaus Köslau (Landkreis Hassberge), das Gasthaus „Zum Hasen“ in Kleinwallstadt (Landkreis Miltenberg), ein Bauernhaus in Hendungen (Landkreis Rhön-Grabfeld), das ehemalige katholische Pfarrhaus im Wernecker Ortsteil Egenhausen (Landkreis Schweinfurt), der Verwaltungsbau der Firma Linde MH GmbH (Stadt Aschaffenburg) sowie das Magazingebäude in der Würzburger Ziegelaustraße (Stadt Würzburg).

Dotiert ist der Förderpreis des Bezirk Unterfranken zur Erhaltung historischer Bausubstanz mit jeweils 25.000 Euro. Insgesamt beträgt der Preis damit pro Jahr 150.000 Euro – für Objekte in sechs verschiedenen unterfränkischen Landkreisen beziehungsweise kreisfreien Städten. Der Förderpreis des Bezirk Unterfranken zur Erhaltung historischer Bausubstanz zählt bundesweit zu den am höchsten dotierten vergleichbaren Denkmalpreisen.

Als besonders erfreulich bezeichnete es Bezirkstagspräsident Erwin Dotzel, dass sich von den sechs einzelnen Objekten fünf in Privateigentum befinden. Wie er am Rande der Ausschusssitzung weiter anmerkte, seien nicht zuletzt aufgrund der intensiven Denkmalpflege des Bezirks die einschlägigen Berufe in Unterfranken gut ausgelastet. Dotzel wertete dies als wichtiges Signal. Von Bedeutung sei in diesem Zusammenhang auch die kompetente Beratung für die Eigentümer historischer Gebäude. Die Förderung der Denkmalpflege bezeichnete Dotzel als eine der zentralen Aufgaben des Bezirks. Denkmalpflege schaffe Heimat und sei eine Antwort auf die Frage nach Lebensqualität und einem unverwechselbaren Lebensraum.

Der Schwerpunkt der denkmalpflegerischen Förderung durch den Bezirk liegt auf der so genannten kleinen Denkmalpflege. Das „klein“ bezieht sich auf die Höhe der Aufwendungen für die Maßnahme. Derzeit fördert der Bezirk Unterfranken solche Maßnahmen im Rahmen seiner Richtlinien bis zu einer Gesamtsumme von 40.000 Euro. Die finanzielle Förderung konkreter Projekte begleitet eine intensive Beratungstätigkeit vor Ort und wissenschaftliche Forschungsarbeiten. Der Bezirk arbeitet bei seinem Förderprogramm eng mit dem Bayerischen Landesamt für Denkmalpflege zusammen. Das Bayerische Landesamt für Denkmalpflege ist die zentrale staatliche Fachbehörde für Denkmalschutz und Denkmalpflege. Der Förderpreis zur Erhaltung historischer Bausubstanz wurde erstmals im Jahr 2002 vergeben.

 

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