Bitte stellen Sie Ihre Schriftgröße ein:              

Kontrastfunktion aktivieren:  

19486_presse

Die ganze Welt ist Bühne! (26. September 2016)


Kulturempfang des Bezirk Unterfranken


Kulturempfang2016

Puppenspieler Thomas Glasmeyer begeisterte beim Kulturempfang des Bezirk Unterfranken auf Schloss Aschach. (Foto: Keck)
 

Aschach / Würzburg. (Eig.Ber.) Bei strahlendem Sonnenschein waren zahlreiche Gäste der Einladung von Bezirkstagspräsident Erwin Dotzel zum diesjährigen Kulturempfang am vergangenen Sonntag (25. September) nach Schloss Aschach gefolgt. Geladen waren in diesem Jahr Vertreterinnen und Vertreter der Kleinkunstszene und von Theatern.

„Die ganze Welt ist Bühne! Das wusste schon William Shakespeare“, bemerkte Bezirkstagspräsident Dotzel zu Beginn seiner Ansprache. „Der Satz, wonach die ganze Welt Bühne sei, lässt sich auch anders herum lesen: Auf der Theaterbühne wird die Welt dargestellt, das Leben abgebildet, die Zeit angehalten. Im Theater ist es zwischen Spiel und Wirklichkeit nur ein kleiner Schritt.“ Das mache die Bühne zu einem Spiegelbild der Welt und sei ein hervorragender Grund, in diesem Jahr Kleinkunst und Theater in den Mittelpunkt des Empfangs zu stellen.

Theater sei eben alles, so Dotzel weiter. „Unterhaltung, Bildung und manchmal auch Provokation. Vor allem aber ist Theater teuer. Beim Theater spielt Geld immer mehr eine entscheidende Rolle.“ Die Unterfränkische Kulturstiftung des Bezirks Unterfranken unterstützt deshalb die unterfränkische Theaterlandschaft nach Kräften. Die Förderung reicht vom Mehrspartenhaus über die Freilichtspiele bis zur kleinen Puppenbühne. Dotzel betonte: „Die Förderungen der Unterfränkischen Kulturstiftung spiegeln diese Vielfalt und die Bedürfnisse der einzelnen Häuser wider.“

Bei der Kleinkunst fördert der Bezirk Unterfranken eine Fülle an Projekten, insbesondere dramatische, literarische und musikalische Formen wie Kabarett, Figurentheater, Sketch, Singspiel, Rezitation, Tanz, Zirkusarbeit im Rahmen der Kinder- und Jugendarbeit oder Pantomime. Die Förderbereiche, erläuterte Bezirkstagspräsident Erwin Dotzel, dienen dazu, die zahlreichen Kleinkunstveranstaltungen in Unterfranken zu unterstützen sowie Zuschüsse zur technischen Ausstattung von Theatern, Freilichttheatern sowie anderen kulturellen Initiativen zu geben.

Viel Applaus spendeten die Gäste für das hohe finanzielle Engagement des Bezirks. Dotzel betonte: „Theater und Kleinkunst sind ganz wunderbare Kunstformen, die wir unbedingt erhalten wollen. Dank der Unterfränkischen Kulturstiftung ist der Bezirk Unterfranken der mit Abstand größte Kulturförderer in unserer Region. Allein in diesem Jahr werden wir die Kultur und die Kulturschaffenden mit mehr als acht Millionen Euro unterstützen.“

Emil Müller, stellvertretender Landrat des Landkreises Bad Kissingen, bescheinigte dem Bezirk Unterfranken ein mustergültiges und vielfältiges Engagement im kulturellen Bereich. Mit Blick auf Schloss Aschach bemerkte Müller, die Region und der im Jahr 2014 gegründete Förderverein stünden hinter der bedeutenden Einrichtung. Andreas Sandwall, zweiter Bürgermeister von Aschach, sprach von einem „bestens etablierten Empfang, der die Bekanntheit des Schlosses steigert“. Den hohen Einsatz des Bezirks im kulturellen Bereich könne man bei der Veranstaltung besonders gut sehen.

Theaterluft im Aschacher Schlosshof verbreiteten der Puppenspieler Thomas Glasmeyer sowie Künstlerinnen des Plastischen Theaters Hobbit mit Drehorgel und Masken. Thomas Glasmeyer brachte „Stroganoff von Friedrich Holländer“ auf die Bühne, stellte das „Unbekannteste deutsche Männerterzett: 3 alte Männer mit lustigen Hüten“ vor und begeisterte mit Tangoklängen von „El sombrero de Dolores“. Fabelhafte Tiere im wahrsten Sinne des Wortes tanzten, hüpften und spazierten gestenreich nach Ende des offiziellen Teils durch die Schlossanlagen: Hase, Vogel, Hund und Stier sorgten für Überraschungen und zauberhafte Momente an diesem Nachmittag.
 

Der Kulturempfang, den der Bezirk Unterfranken jährlich ausrichtet, soll den Kontakt und Gedankenaustausch all derer fördern, die sich in Unterfranken für Kunst und Kultur engagieren. Erstmals stattgefunden hat der Empfang im Jahr 2009.

 

drucken Drucken
Ansprechpartner:
Pressereferat
Silcherstraße 5
97074 Würzburg
Tel: 0931 7959-1617
Fax: 0931 7959-2617