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„So wächst Europa zusammen!“ (19. Oktober 2016)


Bezirk Unterfranken verleiht den Partnerschaftspreis 2016


PartnerschaftspreisPreis2016

Stolz präsentieren die Siegerinnen und Sieger des diesjährigen Partnerschaftspreises ihre Urkunden. Das Foto zeigt die Gewinner mit Bezirkstagspräsident Erwin Dotzel und Gustav Eirich von der Regierung von Unterfranken. Unter die Gratulanten hatten sich auch zahlreiche Bezirkstagsmitglieder und Kommunalpolitiker gemischt. (Foto: Mauritz)
 

Würzburg. (mm) Mit dem Partnerschafts-Preis für besondere Verdienste um die deutsch-französische Partnerschaft hat der Bezirk Unterfranken am Mittwoch (19. Oktober) mehrere Grund- und Mittelschulen aus ganz Unterfranken ausgezeichnet. Vieles in Unterfranken sei einmalig, sagte Bezirkstagspräsident Erwin Dotzel in seiner Laudatio. „Zum Beispiel der Partnerschaftspreis, den wir heute an die Sieger der Zielgruppe Grund- und Mittelschulen, Förderschulen, berufliche Schulen verleihen.“ Einen derartigen Preis verleihe kein anderer bayerischer Bezirk. Das zeige, wie intensiv die Partnerschaft Unterfrankens mit dem Departement Calvados sei, sagte Dotzel weiter.

An der Wilhelm-Emmanuel-von-Ketteler-Grundschule, die den mit 2.000 Euro dotierten ersten Preis in Empfang nahm, lobte die Jury die professionelle Organisation und die originellen, vielseitigen und gut durchdachten Programme des Schüleraustauschs mit zwei französischen Schulen. So berichteten die beteiligten Kinder auf einem Blog, der den Daheimgebliebenen Lust machen solle, selber einmal an einem Schüleraustausch mitzumachen. Außerdem würde die Programme mit kreativen Ideen wie Heimweh-Briefen und altersgerechten Ausflügen sehr abwechslungsreich und interessant für die Schülerinnen und Schüler gestaltet.

Den zweiten Preis mit jeweils 1.100 Euro teilten sich die Grundschule Bessenbach und die Grund- und Mittelschule Margetshöchheim. Am Projekt der Bessenbacher imponierte der Jury nicht zuletzt dessen Kontinuität. „Der seit vielen Jahren organisierte Schüleraustausch zeigt zum einen das große Interesse der Schülerinnen und Schüler an Frankreich und zum anderen das enorme Engagement des gesamten Lehrerkollegiums“, lobte der Bezirkstagspräsident in seiner Laudatio. An allen Aktivitäten nähmen Gäste und Gastgeber gemeinsam teil. Das sorge für einen intensiven Begegnungs-Charakter. „Eine tolle Umsetzung des Europa-Gedankens!“, unterstrich Dotzel. Auch im Projekt der Margetshöchheimer Schule habe die Jury den europäischen Gedanken mustergültig umgesetzt gesehen. Bei diesem seit 1998 bestehenden Austausch würden die Schülerinnen und Schüler – meist zu zweit – in Gastfamilien untergebracht. Sie besuchten täglich den Schulunterricht in der Partnergemeinde und seien fast immer mit den gastgebenden Schülerinnen und Schülern unterwegs. Dabei würden auch historisch schwierige Themen wie der Zweite Weltkrieg und die Landung der Alliierten in der Normandie so erörtert, dass sie von den jungen Leuten verstanden würden.

Über den mit 800 Euro dotierten dritten Preis konnte sich die Albrecht-Dürer-Mittelschule Haßfurt freuen. Deren Projekt habe die Jury überzeugt, „weil es schulübergreifend, innovativ und nachhaltig ist“, sagte der Bezirkstagspräsident. Viele der Schülerinnen und Schüler an der Albrecht-Dürer-Mittelschule seien bislang selten oder noch gar nicht im Ausland gewesen. Bei diesem Projekt gehe es also nicht zuletzt darum, erste Kontakte zu Gleichaltrigen aus anderen Ländern herzustellen. Die jungen Leute sollten offen werden für fremde Kulturen und fremde Lebensweisen. So sollten die Schülerinnen und Schüler die Angst vor unbekannten Menschen verlieren und neugierig werden auf das Fremde. „So wächst Europa zusammen!“, betonte Dotzel.
 

Der Bezirk Unterfranken lobt den Partnerschaftspreis seit dem Jahr 2002 aus. Damit werden bei jährlich wechselnden Zielgruppen die besonderen Verdienste um die deutsch-französische Partnerschaft auf Bezirks- und Gemeindeebene gewürdigt. Im kommenden Jahr wendet sich der Partnerschaftspreis an die Zielgruppe „kommunale Gebietskörperschaften mit einem Gesamtpreisgeld von 10.000 Euro. Mitmachen lohnt sich also!

 

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