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„Texte vergisst man, die Bilder bleiben!“ (28. November 2016)


Björn Friedrich schoss das „Pressefoto des Jahres 2016“ – Preisträger in sieben Kategorien

 

PresseFotoUnterfranken2016

Preisträger und Sponsoren vor der Kamera (von links): Annika Kreikenbohm, Stefan Hebig (Sparkasse Mainfranken), Patty Varasano, BJV-Vorsitzender Michael Busch, Björn Friedrich, Harald Schreiber, Bürgermeisterin Marion Schäfer-Blake, Christoph Weiß, Bezirkstagspräsident Erwin Dotzel, Johannes Rieger (Sparkasse Schweinfurt), Anand Anders, Jürgen Wagenländer (Sparkasse Mainfranken) und Karl-Josef Hildenbrand. (Foto: Mauritz)
 

Würzburg. (mm) Björn Friedrich hat mit seinem Foto „Lasst uns zieh‘n“ den ersten Preis des diesjährigen Wettbewerbs „Pressefoto Unterfranken“ gewonnen. Die Aufnahme entstand am Rande einer Anti-AfD-Demonstration in Aschaffenburg. Eigentlich wollte Friedrich das Polizeiaufgebot fotografieren. Aber dann konzentrierte sich sein Blick auf eine Rollstuhlfahrerin, vor der die anwesenden Polizisten den Weg frei machten. „Ein spannender Gegensatz zwischen der Zerbrechlichkeit eines einzelnen Menschen und den körperlich fitten jungen Männern“, befand die Jury. Knapp dreißig Fotografinnen und Fotografen aus ganz Unterfranken hatten sich mit rund 200 Bildern an dem vom Bayerischen Journalisten-Verband Mainfranken und dem Bezirk Unterfranken initiierten Wettbewerb beteiligt. Unterstützt wurde die Foto-Schau auch vom Bayernwerk, der Sparkasse Mainfranken, der Sparkasse Schweinfurt, der Sparkasse Aschaffenburg-Alzenau und der Stadt Würzburg.

„Ein Bild gibt uns das Gefühl, die ganze Welt in den Händen zu halten“, zitierte Bezirkstagspräsident Erwin Dotzel in seiner Begrüßung den Fotografen Mario Cohen. Fotos zeigten die Sieger sportlicher Wettkämpfe, weltbekannte Stars auf großen Bühnen oder das Leid der Menschen in Kriegsgebieten. „Mir gehen die Bilder nicht mehr aus dem Kopf“, laute eine oft gehörte Redewendung. Wenn es um die Worte gehe, höre man eher den Seufzer: „Ich habe meinen Text vergessen“, so Dotzel weiter. „Texte vergisst man, die Bilder bleiben!“ Es habe also gute Gründe, jedes Jahr die besten Pressefotos mit einem Preis zu würdigen. „Wir brauchen gute Pressefotos, um uns ein Bild zu machen – ein Bild davon, was los ist in der Welt, aber auch davon, was um uns herum geschieht“, sagte der Bezirkstagspräsident. Vor allem um diese Bilder gehe es beim Wettbewerb Pressefoto Unterfranken.

Der Vorsitzende des Bayerischen Journalisten-Verbandes, Michael Busch, erteilte in diesem Zusammenhang der Tendenz vieler Zeitungen eine Absage, bei der Illustration der Texte auf Billig-Fotos journalistischer Amateure zurückzugreifen. Was immer der Betrachter wolle, „in jedem Fall ist es Qualität“, sagte Busch. Die preisgekrönten Bilder des Wettbewerbs „Pressefoto Unterfranken“ lobte der BJV-Vorsitzende als „perfekte Aufnahmen, von Profis gemacht. Keine Schnellschüsse!“

Neben dem „Foto des Jahres“ zeichnete die Jury außerdem die besten Fotos in sieben weiteren Kategorien aus: „Beste Serie“ („Auf der Jagd mit Förster Hauk von Harald Schreiber), „Nachwuchspreis“ („Die Kunst der Capoeira“ von Annika Kreikenbohm), „Unterfranken – Land und Leute“ („Auf Augenhöhe“ von Anand Anders), „Umwelt und Energie“ („Getreidemeer“ von Karl-Josef Hildenbrand), „Sport“ („Shauna kämpft“ von Patty Varasano), „Kultur“ („Ausstellung Nazarener“ von Anand Anders) und „Preis der Stadt Würzburg“ („Die drei Türme“ von Christoph Weiß).

 

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