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Bezirk Unterfranken steht hinter Schloss Aschach (25. November 2016)


Trotz deutlicher Mehrkosten hält der Bezirkstag am neuen Museums-Konzept fest

 

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Ingenieur Klaus-Jürgen Edelhäuser (rechts) erläuterte den Bezirksrätinnen und Bezirksräten die Schäden, die an Schloss Aschach zu beheben sind. (Foto: Mauritz)
 

Würzburg. (mm) Einstimmig hat der Bezirkstag von Unterfranken auf einer Sondersitzung in Schloss Aschach am vergangenen Freitag (25. November) beschlossen, die Neukonzeption des Graf-Luxburg-Museums trotz der Mehrkosten für die baulichen Maßnahmen in Höhe von 900.000 Euro fortzuführen. Bislang waren für die Renovierung der Raumhülle 400.000 Euro vorgesehen, nach den jetzt vorliegenden Untersuchungen des Ingenieur-Büros „Konopatzki & Partner“ werden dafür aber Kosten in Höhe von 1,3 Millionen Euro anfallen.

Zuvor hatten die Bezirksrätinnen und Bezirksräte die Schäden an dem Gebäude, das in seiner jetzigen Form aus dem 16. Jahrhundert stammt, gemeinsam mit Ingenieur Klaus-Jürgen Edelhäuser in Augenschein genommen. Demnach besteht erheblicher Bedarf, die Hüllfläche des Gebäudes zu überarbeiten. Um Substanzverlust zu vermeiden, seien die historischen Flächen konservatorisch zu sichern und die Oberflächen zu überarbeiten, erklärte Edelhäuser. Bei den Sockelleisten hatte der Ingenieur Schäden an den Putzoberflächen festgestellt. Für dringend notwendig hielt er auch eine Überarbeitung der Deckenflächen und Bodenflächen. Reparaturbedürftig erwiesen sich bei genauer Betrachtung zudem die Fenster. Die Beleuchtung der Museumsräume sei veraltet und müsse daher erneuert werden. Die elektrischen Leitungen sind zum Teil unter Putz, zum Teil in Kabelkanälen, zum Teil sichtbar auf Deckenbalken, Unterzügen oder Windflächen verlegt. Mit Blick auf eine zeitgemäße Präsentation sollte die Elektroinstallation entsprechend erneuert werden.

Einig waren sich anschließend alle Bezirkstagsmitglieder, den einmal eingeschlagenen Weg weiterzugehen. Karin Renner (CSU) kündigte an, sich noch stärker für die Kooperation der Museen in Stadt und Landkreis Bad Kissingen einzusetzen. Dr. Peter Motsch (CSU) versicherte: „Wir werden’s umsetzen, soweit die Kosten einigermaßen zu stemmen sind!“ Für Eva Maria Linsenbreder (SPD) gibt es keine Zwischenlösung: „Entweder gehen wir mit dem Museum in Zukunft, oder wir sperren es zu.“ Tamara Bischof (Freie Wähler) erklärte: „Wir haben A gesagt, jetzt müssen wir auch weitermachen!“ Bärbel Imhof (Grüne/Bündnis 90) bemängelte, dass es noch nicht einmal in Bad Kissingen einen Hinweis auf Schloss Aschach und seine Museen gäbe. Mit Blick auf internationale Gäste appellierte Adelheid Zimmermann (FDP) dafür, die ostasiatische Sammlung deutlicher herauszustellen. Angelika Strobel (Die Linke) schlug längere Öffnungszeiten vor.

Bezirkstagspräsident Erwin Dotzel regte für die Umsetzung des Bezirkstags-Beschlusses fünf Rahmenbedingungen an. So solle die Baumaßnahme umfassend und intensiv vom Baureferat begleitet werden. Der Kostenrahmen dürfe die veranschlagten 1,3 Millionen Euro nicht überschreiten. Fördermöglichkeiten seien zu prüfen und auszuschöpfen. Der Bauzeiten-Plan solle unter realistischen Gesichtspunkten überarbeitet werden. Und schließlich müsse die Finanzierung ausschließlich aus den Mittel der Unterfränkischen Kulturstiftung erfolgen. Auch diese Rahmenbedingungen wurden einstimmig beschlossen.

 

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