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Mega-Förderung für Unterfrankens Kultur-Szene (24. Januar 2017)


Kulturausschuss berät Stiftungs-Haushalt: Volumen von mehr als 9,32 Millionen Euro

 

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Zählt zu den großen finanziellen Herausforderungen des Kulturhaushalts: Schloss Aschach. Allein für die Neukonzeption des Graf-Luxburg-Museums sind in diesem Jahr Ausgaben in Höhe von 1,1 Millionen Euro veranschlagt. (Foto: Mauritz)
 

Würzburg. (mm) Mit rund 8,25 Millionen Euro wird der Bezirk Unterfranken in diesem Jahr Kultur und Kulturschaffende fördern. Insgesamt sieht der Haushalt der Unterfränkischen Kulturstiftung, den der Kulturausschuss am heutigen Dienstag (24. Januar) dem Bezirkstag zur Annahme empfohlen hat, ein Volumen von mehr als 9,32 Millionen Euro vor. Damit wird der Bezirk auch in diesem Jahr der mit Abstand größte Kulturförderer in der Region sein.

Bezirkstagspräsident Erwin Dotzel ging in diesem Zusammenhang auch auf die „nach wie vor schwierigen Marktbedingungen“ ein, denen die Vermögenserträge als Hauptfinanzierungsquelle der Stiftung ausgesetzt blieben. Die gleich nach der Finanzkrise gewählte Anlagestrategie, auf einlagengesicherte festverzinsliche Wertpapiere mit längeren Laufzeiten zu setzen, habe sich als richtig erwiesen, lobte Dotzel. Auch von Seiten der Bezirksrätinnen und Bezirksräte ernteten Kämmerer Rainer Klingert und Finanzreferat-Leiter Andreas Polst, die beide federführend die Anlage des Stiftungskapitals verantworten, großes Lob. „Hut ab zu dieser Anlage-Strategie!“, sagte Tamara Bischof (Freie Wähler). Marion Schäfer-Blake dankte Klingert und Polst im Namen der SPD-Fraktion. Dr. Peter Motsch verband den Dank der CSU-Fraktion mit der Hoffnung, auch in künftigen Jahren die Kultur in Unterfranken nach Kräften fördern zu können. „In einer Kulturlandschaft gibt’s immer was Neues“, sagte er.

Rainer Klingert wies in seiner Schlussbetrachtung darauf hin, dass die Unterfränkische Kulturstiftung ihre Zweckausgaben nach einem Plus von 3,1 Prozent im Vorjahr erneut steigern konnte – „und zwar um 1,8 Prozent“. Den Durchschnittsertrag errechnete Klingert auf 3,64 Prozent. „Angesichts des derzeitigen allgemeinen Zinsniveaus brauchen wir mit diesem Ertrag keinen Vergleich zu scheuen!“, fügte er mit unverkennbarem Understatement hinzu.

Zu den größten Posten im unterfränkischen Kulturhaushalt zählt mit insgesamt 1,1 Millionen Euro die Denkmalpflege. Mit mehr als 3,6 Millionen Euro wird der Bezirk die verschiedenen Museen, Sammlungen und Ausstellungen bezuschussen. Über rund 1,5 Millionen Euro können sich die unterfränkischen Theater-Macher und Musiker freuen. Als die größte finanzielle Herausforderung bezeichnete Rainer Klingert Schloss Aschach. Allein für die Neukonzeption des Graf-Luxburg-Museums seien Ausgaben in Höhe von 1,1 Millionen Euro veranschlagt.

Die Unterfränkische Kulturstiftung ist eine Gründung des Bezirk Unterfranken, der sie mit einem Grundstockvermögen in Form von Vorzugsaktien der Bayernwerk AG ausstattete. Nach der Verschmelzung der Bayernwerk AG mit der PreussenElektra AG wurde der Aktienbestand in Stückaktien der E.ON Energie AG umgewandelt, die im Jahr 2001 veräußert wurden. Das Grundstockvermögen der Stiftung liegt aktuell bei 208,6 Millionen Euro.

 

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