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Blick hinter die Kulissen des BKH Lohr (30. Mai 2017)


Angehende Redakteure informierten sich über die renommierte psychiatrische Klinik

 

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Die Volontärinnen und Volontäre der beiden unterfränkischen Verlagshäuser „Main Post“ und „Main Echo“ informierten sich bei ihrem „Volo-Tag“ am vergangenen Dienstag über das Bezirkskrankenhaus in Lohr am Main. (Foto: Mauritz)
 

Lohr am Main. (mm) Die Psychiatrie in Unterfranken ist keine „Blackbox“. Davon überzeugten sich die Volontärinnen und Volontäre der beiden unterfränkischen Verlagshäuser „Main Post“ (Würzburg) und „Main Echo“ (Aschaffenburg) am gestrigen Dienstag (30. Mai) in Lohr am Main. Im dortigen Bezirkskrankenhaus beantwortete der Ärztliche Direktor der Einrichtung, Prof. Dr. Dominikus Bönsch, neunzig Minuten lang alle Fragen der angehenden Redakteure. Und die jungen Journalisten waren offensichtlich beeindruckt von den vielen Aufgaben des Krankenhauses, das sich in der Trägerschaft des Bezirk Unterfranken befindet.

Die Klinik für Psychiatrie, Psychotherapie und Psychosomatische Medizin in Lohr am Main die 1912 eröffnet wurde, ist heute der zweitgrößte Arbeitgeber in der Spessart-Stadt. Zu den 1.100 Beschäftigten zählen rund achtzig Ärzte, vierzig Psychologen und dreißig Sozialpädagogen. Außerdem kümmern sich etwa 350 Pflegekräfte um das Wohl der Patienten. In der Spezialklinik werden pro Jahr mehr als 10.000 Patienten mit seelischen Problemen oder Suchterkrankungen stationär und teilstationär behandelt. Dabei betrage die durchschnittliche Verweildauer 23 Tage. „Hinter diesem Durchschnittswert verbirgt sich aber eine beträchtliche Spanne, die von einem Aufenthalt über Nacht bis zu mehr als einem Jahr betragen kann“, so Bönsch. Insgesamt verfüge die Klinik über 299 Betten. Außerdem befinde sich auf dem BKH- Gelände die Rupert-Mayer-Klinik, eine Forensische Psychiatrie für 118 Patienten.

Wie der Ärztliche Direktor weiter ausführte, sei das BKH „ein Krankenhaus der Maximalversorgung“. Das Einzugsgebiet umfasse das westliche Unterfranken mit den Städten Würzburg und Aschaffenburg sowie den Landkreisen Würzburg, Aschaffenburg, Main-Spessart und Miltenberg. Viele Patienten kämen aber auch aus dem angrenzenden Hessen und aus Baden-Württemberg. Seit rund zwanzig Jahren gebe es zudem in Aschaffenburg im Sozialzentrum am Rosensee eine psychiatrische Einrichtung mit einer Kriseninterventionsstation, zwei Tageskliniken und einer Institutsambulanz.

Geführt von Bettina Schäffer-Johnson, der Assistentin der Geschäftsleitung, hatten die jungen Journalistinnen und Journalisten anschließend noch die Gelegenheit zu einem ausgedehnten Spaziergang über das Klinikgelände. Das Krankenhaus sei auch baugeschichtlich etwas ganz Besonderes in Unterfranken. Nach den Plänen des königlichen Bauamtsassessors Fritz Gablonsky wurde die Klinik, die damals noch „Heil- und Pflegeanstalt“ hieß, in zweieinhalbjähriger Bauzeit im so genannten Pavillon-Stil errichtet. Diese Bauweise ermöglichte die Therapie in kleinen Gruppen von Patienten in grüner Umgebung und war damals absolut en vogue. Die relativ autarken Gebäude und die parkähnliche Umgebung fördern auch heute noch die Genesung der Patienten, wie Schäffer-Johnson den Besuchern erklärte.

 

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