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„Salut, ça va?“ ging mit der „kleinen Hexe“ in die fünfte Runde (14. Juli 2017)

Rund 200 Buben und Mädchen beteiligten sich am Frühfranzösisch-Wettbewerb des Bezirks

 

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Die Puppenspielerin Sabine Mittelhammer begeisterte mit ihrer Version der „kleinen Hexe“ in der Aula der Würzburger Waldorfschule kleine und große Zuseher. Foto: Mauritz

 

Würzburg. (mm) Ein wenig nach babylonischer Sprachverwirrung klang das Zwiegespräch der „kleinen Hexe“ (dargestellt von der Puppenspielerin Sabine Mittelhammer) mit ihrem Raben Abraxas bei der Aufführung des bekannten Stücks von Ottfried Preußler am vergangenen Freitag (14. Juli) in der Aula der Würzburger Waldorfschule: Sie plapperte auf Deutsch, er krächzte in Französisch. Freilich hatte das seinen guten Grund. Das bilinguale Theaterstück war Höhepunkt und Belohnung zugleich für die Buben und Mädchen, die erfolgreich teilgenommen hatten am Wettbewerb „Salut, ça va?“, mit dem das Partnerschaftsreferat des Bezirk Unterfranken die Französisch-Früherziehung fördern will.

„Je mehr Sprachen man spricht und je mehr man von anderen Völkern weiß, desto besser versteht man die Welt“, betonte Bezirkstagspräsident Erwin Dotzel bei der Begrüßung der Kinder aus der Steinbachtal-Burkarder-Grundschule (Würzburg), den Französisch-Gruppen der Eichendorff-Grundschule (Veitshöchheim) und der Französisch-AG der Grundschule Zeil am Main sowie der Französisch-AG des Kindergartens St. Bilhildis (Veitshöchheim), dem Integrativen Montessori-Kinderhaus (Würzburg) und dem Kindergarten Abenteuerland (Hausen).

Insgesamt hatten sich rund 200 Buben und Mädchen aus sechs Kindergärten und fünf Grundschulen mit 15 Filmen beteiligt, auf denen sie ihr liebstes französisches Lied oder Theaterstück zeigten. „Ihr habt damit bewiesen, dass Ihr ziemlich viel von Frankreich und den Franzosen versteht“, lobte Dotzel die Buben und Mädchen. Der Jury seien ihre Entscheidungen daher nicht leicht gefallen, sagte der Bezirkstagspräsident.

Abteilungsdirektor Gustav Eirich, bei der Regierung von Unterfranken für den Bereich Schulen zuständig, betonte die Bedeutung von Fremdsprachen. „Europa lebt damit, dass sich Menschen aus verschiedenen Ländern unterhalten können“, sagte er. Wettbewerbe wie „Salut, ça va?“ legten den Grundstein für diese sprachlichen Kompetenzen. Friede setze voraus, die anderen zu verstehen, gab Eirich den jungen Menschen mit auf den Weg.

Die hatten anschließend einen Heidenspaß beim Puppenspiel von Sabine Mittelhammer – und ganz offensichtlich keinerlei Probleme, den auf Französisch parlierenden Raben Abraxas zu verstehen. Dennoch gehörte die ganze Sympathie der jungen Theater-Gäste der „kleinen Hexe“, der von ihren Kolleginnen bei der Walpurgisnacht auf dem Blocksberg übel mitgespielt wird. Am Ende aber wird alles gut, und die bösen Hexen haben das Nachsehen.

Der Bezirk Unterfranken, der seit dreißig Jahren eine Partnerschaft mit dem französischen Département Calvados pflegt, fördert die Französisch-Früherziehung, um möglichst viele Menschen in die unterfränkisch-normannische Partnerschaft einzubeziehen. Der Bezirk sieht darin einen wichtigen Beitrag zur europäischen Integration. „Die Kontakte zwischen den Mensch und das gegenseitige Verständnis der Mentalitäten und Gewohnheiten fremder Nationen werden vor allem dadurch erleichtert, dass man die Sprache der anderen versteht“, betonte Alice Heller, die Leiterin des Partnerschaftsreferats beim Bezirk Unterfranken.

Der Wettbewerb „Salut, ça va?“ fand in diesem Jahr zum fünften Mal statt. Erstmals wurde er 2001 ausgelobt, und dann erneut in den Jahren 2005, 2007 und 2009. Für die Gewinner gibt es jeweils Buch- und Sachpreise.

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