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„Keine Weißen Haie im Main“ (1. Oktober 2017)

Fischerfachberater Silkenat: Welse sind zwar große Fische, aber für Menschen harmlos

 

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Karpfenfilets sind echte Leckerbissen (von links): BR-Moderator Jürgen Gläser, Fischereifachberater Wolfgang Silkenat und Tobias Reith vom Benediktushof in Holzkirchen. (Foto: Mauritz)

 

Würzburg. (mm) Entwarnung gab Fischerfachberater Dr. Wolfgang Silkenat am gestrigen Sonntag (1. Oktober) im Gespräch mit dem Bayerischen Rundfunk was die Gefährlichkeit von Wallern angeht. Zwar zählten diese Tiere mit einer Länge von bis zu zweieinhalb Metern zu den größten in Europa lebenden Süßwasserfischen und erreichten ein Gewicht von bis zu fünfzig Kilogramm, aber Geschichten von Angriffen auf Schwimmer seien reine Märchen, so Silkenat auf der BR-Bühne in Halle 11 auf der Mainfranken-Messe.

Allerdings handle es sich bei Welsen, wie die Waller auch genannt würden, um vorwiegend nacht- und dämmerungsaktive Raubfische, die sich von lebenden oder toten Fischen und gelegentlich auch von kleinen Wasservögeln oder Säugetieren ernährten. „Mit seinem dreißig Zentimeter großen Maul kann ein Wels durchaus ein Entenküken fressen“, wie der Fischereiexperte des Bezirks wusste. Auch kleine Hunde sollte man nicht zu weit vom Ufer wegschwimmen lassen, riet Silkenat. „Es gibt also keine weißen Haie im Main!“, kommentierte BR-Moderator Jürgen Gläser die Auskunft des Fischerei-Experten.

Welse seien zudem exzellente Speisefische, ergänzte Silkenat. Das gilt allerdings auch für die deutlich friedliebenderen Karpfen, die insbesondere jetzt im Herbst Saison haben. Silkenat hatte daher einen Spitzenkoch mit auf die BR-Bühne gebracht, Tobias Reith, der sonst im Benediktushof in Holzkirchen seine Gäste kulinarisch verwöhnt. „Karpfenfilets in wenig Öl gebraten und mit leckerer Dipp serviert, das schmeckt jedem“, so die Erfahrung des Küchenmeisters. Am besten eigneten sich die begehrten Wasserbewohner, wenn sie drei Jahre alt seien. Karpfen werden sehr häufig in Teichen gehalten. Weil sie auch mit einem niedrigen Sauerstoffgehalt auskommen, sind sie für die Zucht in flachen Gewässern bestens geeignet.

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Um den unterfränkischen Feinschmeckern ihre Suche nach regionalen Fischerzeugern ein wenig zu erleichtern, gibt es bei der Fischereifachberatung des Bezirk Unterfranken eine Broschüre mit köstlichen Rezepten und den wichtigsten Adressen. Natürlich finden Sie diese Broschüre auch im Internet zum Herunterladen: www.bezirk-unterfranken.deexterner Link

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