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"Anstrengend, aber richtig spannend" (26. Februar 2018)

Am Tag der Ausbildung besucht der Bezirkstagspräsident die Berufsfachschulen für Krankenpflege in Werneck und Lohr.
 

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Informierten sich in der Berufsfachschule für Krankenpflege des Bezirk Unterfranken am Bezirkskrankenhaus Schloss Werneck (von links): Ärztlicher Direktor Prof. Hans-Peter Volz, Schulleiterin Margarete Kraus-Hillenbrand, Bezirkstagspräsident Erwin Dotzel, Ausbildungsleiter Maximilian Beck. (Foto: Hiller)

 

Würzburg. (hil) „Der Bezirk Unterfranken ist einer der größten Arbeitgeber in der Region und engagiert sich deshalb sehr für die Aus- und  Weiterbildung junger Menschen.“ Das sagte Bezirkstagspräsident Erwin Dotzel am bayernweiten „Tag der Ausbildung“. Aus diesem Anlass besuchte Dotzel zwei Klassen der bezirkseigenen Berufsfachschulen für Krankenpflege in Werneck und Lohr am Main.

Im Klassenzimmer der Berufsfachschule für Krankenpflege des Bezirk Unterfranken am Bezirkskrankenhaus Schloss Werneck, steht eine alte Tafel, die Leitzordner liegen meist etwas schräg auf den schon in die Jahre gekommenen Pulten und aus der Ecke blickt – wie könnte es in einer Krankenpflegeschule auch anders sein – ein Schulskelett in das Klassenzimmer. „Lernen ist wie Rudern gegen den Strom. Sobald man aufhört, treibt man zurück“, zitiert Dotzel den britischen Komponist Benjamin Britten. Da staunen die Schüler nicht schlecht, weil eben dieser Spruch auf einem Schild an der Türe zu ihrem Klassenzimmer steht.

Derzeit absolvieren knapp 150 Schülerinnen und Schüler in den Bezirkskrankenhäusern Lohr und Werneck eine Ausbildung im Bereich Gesundheits- und Krankenpflege. In Zukunft wird sich laut Dotzel die Ausbildung und Berufsbezeichnung in der Pflege ändern. Dann können die zukünftigen Pflegefachfrauen beziehungsweise Pflegefachmänner nach ihrer Ausbildung in verschiedenen Einsatzbereichen arbeiten. So könne ein Absolvent der Krankenpflegeschule dann auch in der Alten- und Kinderpflege eingesetzt werden und hätte dann noch mehr Möglichkeiten, sich in einem von ihm bevorzugten Bereich weiterzuentwickeln, sagt Dotzel.

In den anschließenden Gesprächsrunden fragt der Ausbildungsleiter des Bezirk Unterfranken, Maximilian Beck, die Schüler nach ihren bisherigen Erfahrungen. „Meine Eltern sind bereits im Pflegebereich tätig, und ich kenne daher von zuhause auch nichts anderes“, nennt ein Schüler die Beweggründe für seine Berufswahl.  An ihre erste Station in der Ausbildung erinnert sich eine Schülerin zurück: „Ich war die ersten fünf Monate in der Orthopädie in Würzburg, das war sehr anstrengend, aber auch sehr interessant!“. Dass die Ausbildung aber auch Schattenseiten hat, weiß ihre Kollegin zu berichten: „Man lernt hier unheimlich viel von den erfahreneren Kollegen, und wir werden von Beginn an gleich voll eingebunden. Nur meinen Freund nervt die Schichtarbeit, weil ich dann nicht schon um 17 Uhr zuhause bin“, sagt sie und kann sich ein süffisantes Lächeln nicht verkneifen.

In der Krankenpflegeschule im Krankenhaus für Psychiatrie, Psychotherapie und Psychosomatische Medizin in Lohr erzählt eine Schülerin, dass sie aus Hessen komme und eine vielseitige Ausbildung wolle und sich auf Anraten von Freunden, die bereits in Lohr arbeiten, für diesen Standort entschieden habe. „Ich würde gerne auch nach der Ausbildung hier bleiben, weil das Betriebsklima sehr gut ist und man sofort als vollwertiges Mitglied in der Kollegenschaft aufgenommen wird“, erklärt ihre Tischnachbarin, die sich schon immer für Psychologie und psychische Krankheiten interessiert hat.

Nach so viel Theorie wollen die Schülerinnen und Schüler dem Bezirkstagspräsidenten zeigen, was sie bisher gelernt haben. Dazu haben sie ein aktuelles Thema gewählt. „Der Influenza-Virus greift derzeit deutschlandweit um sich“, erklärt der Ausbilder. Fachmännisch ziehen sich die jungen Leute die gelben Hygiene-Kittel an, bevor sie einen als Grippe-Patienten "verkleideten" Mitschüler behandeln. „Der Mundschutz ist sogar extra dicht, weil die Influenza-Viren so klein sind und durch die herkömmlichen Masken in die Atemwege gelangen könnten“ erklärt ein Schüler, der in die Rolle des behandelnden Pflegers geschlüpft ist.

Nach der Vorstellung, als alle wieder in Zivil sind, dankt Dotzel den Schülerinnen und Schülern sowie den Ärztlichen Direktoren, Prof. Dominikus Bönsch und Prof. Hans-Peter Volz, für die eindrucksvolle Präsentation. Dotzel betont, wie wichtig qualifizierte Pflegekräfte seien und weist auf die guten Karrierechancen hin, die der Bezirk Unterfranken zu bieten hat. Dotzel ist sichtlich zufrieden, vor allem mit dem starken Zusammenhalt unter den Auszubildenden. Sorgen, dass hier jemand zurücktreibt, weil er nicht mehr gegen den Strom rudert, muss er sich nicht machen, das hat der Tag der Ausbildung in den beiden Bezirkskrankenhäusern gezeigt.

 

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