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Dotzel: Wir brauchen gute Pressefotos, um uns ein Bild zu machen (18. März 2018)

Fotoausstellung in Arnstein eröffnet – „Kunst belebt den ländlichen Raum“

 

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Bei der Vernissage in der Alten Synagoge in Arnstein (von links:) Alt-Bürgermeister Roland Metz (Arnstein), Landrat Thomas Schiebel (Main-Spessart), Bürgermeisterin Anna Stolz (Arnstein), Bezirkstagspräsident Erwin Dotzel sowie Klaus Schwarz und Elmar Größmann (beide vom KunstKreis Arnstein). Foto: Mauritz

 

Arnstein. (mm) Das oberitalienische Verona und das unterfränkische Arnstein haben zurzeit eine Sehenswürdigkeit gemeinsam. Dies betonte Bezirkstagspräsident Erwin Dotzel bei der Eröffnung der Ausstellung „Pressefoto Unterfranken“ am vergangenen Sonntag in der Alten Synagoge in Arnstein. In Verona und in Arnstein würden zeitgleich die besten unterfränkischen Pressefotos aus dem vergangenen Jahr gezeigt – bei der italienischen Schau in Verbindung mit den Bildern des Wettbewerbs „Pressefoto Bayern“. „Das bedeutet also, was unsere unterfränkischen Pressefotografen zustande bringen, ist selbst in einem so kunst- und kulturbegeisterten Land wie Italien sehenswert“, sagte Dotzel.

Bilder seien in Zeitungen so selbstverständlich, dass die wenigsten Leserinnen und Leser sich darüber Gedanken machten, so Dotzel weiter. Dennoch sei Foto nicht gleich Foto. Es habe also seinen guten Grund, wenn der Bezirk Unterfranken gemeinsam mit dem Bezirksverband des Bayerischen Journalisten-Verbandes jedes Jahr die besten Pressefotos mit einem Wettbewerb würdige. „Wir brauchen gute Pressefotos, um uns ein Bild zu machen – ein Bild davon, was los ist in der Welt, aber auch davon, was um uns herum geschieht!“

Anerkennung kam auch von Seiten der Bürgermeisterin Anna Stolz. „Kunst belebt den ländlichen Raum“, sagte sie. Landrat Thomas Schiebel lobte den würdevollen Rahmen, den die Alte Synagoge für eine solche Veranstaltung biete. Unter den ausgestellten Aufnahmen hatte er bereits sein Lieblingsbild gefunden: einen Torwart, der beherzt nach einem Ball hechtet, den er aber ganz offensichtlich nicht wird fangen können. In dieser Situation sei ein Torwart „der einsamste Mensch der Welt“. Das Foto präsentiere die ganze Dramatik.

In einem sehr persönlich gehaltenen Grußwort erinnerte sich die stellvertretende BJV-Bezirksvorsitzende Ursula Lux an ihren ersten Besuch der KZ-Gedenkstätte Dachau während ihrer Schulzeit. Die Bilder, die sie dort gesehen habe, hätten sich „unauslöschlich in ihr Gedächtnis eingeprägt“. Diese Eindringlichkeit mache auch gute Pressefotos aus, sagte sie. „Kunst ist die Verzierung der Welt“, zitierte sie Wilhelm Busch. Die Intention von Pressefotos sei eine ganz andere: sie machten Stimmungen fühlbar. Die BJV-Vertreterin forderte die Besucher auf, „zu den Bildern in Beziehung zu treten“, um deren Ausstrahlung zu spüren.

Großes Lob gab es von allen Seiten für Klaus Schwarz und Elmar Größmann vom KunstKreis Arnstein, die die Veranstaltung in Arnstein eingefädelt hatten. „Klaus Schwarz und Elmar Größmann haben eine Ausstellung auf die Beine gestellt, die sich ohne weiteres in eine Reihe neben die Werkschauen großer Künstler stellen kann“, lobte Bezirkstagspräsident Dotzel.

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Der Wettbewerb „Pressefoto Unterfranken“ soll die Arbeit fotografierender Journalistinnen und Journalisten der Öffentlichkeit nahe bringen und das aktuelle Geschehen in Unterfranken dokumentieren. Neben dem „unterfränkischen Pressefoto des Jahres“ werden in acht weiteren Kategorien Preise vergeben: Nachwuchspreis, Unterfranken – Land und Leute, Kultur, Sport, Umwelt und Energie, beste Serie, Preis der Stadt Würzburg sowie seit 2017 Universität und Wissenschaft. Zu sehen ist die Ausstellung jeden Sonntag von 14:00 bis 17:00 Uhr in der Alten Synagoge, Goldgasse 28, in Arnstein bis zum 29. April. Der Eintritt ist frei.

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