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„Fremdsprachen öffnen Türen“ (6. Juni 2018)

Partnerschaftsreferat lädt französische Märchenerzählerin nach Unterfranken

 

Ollagnier2018

Bewiesen ihr Engagement für die deutsch-französische Partnerschaft (von rechts): Bezirksdirektor Dr. Gernot Janke, Silke Burdack, die Märchenerzählerin Lorraine Ollagnier, Marie-Pascale Fuchs und die Europäische Freiwillige Maryse Lhommet. (Foto: Mauritz)

 

Würzburg. (mm) So lebhaft geht es im Großen Sitzungssaal der Bezirksverwaltung nur selten zu! Am Mittwoch (6. Juni) gastierte hier die französische Märchenerzählerin Lorraine Ollagnier und begeisterte mit ihrem Programm „Obasan Kamshibai“ die Schülerinnen und Schüler der Klasse 1 d der Würzburger Goethe-Schule und die Studentinnen und Studenten der Euro-Akademie, die eine Erzieher-Ausbildung absolvieren. Auch einige frankophile Bezirksmitarbeiter hatten sich unter das Publikum gemischt – und offensichtlich ihre helle Freude!

In die Räumlichkeiten eingeladen, in denen sonst die Mitglieder des Bezirkstags von Unterfranken über ernste Themen diskutieren, hatte das Partnerschaftsreferat des Bezirk Unterfranken, das für die seit mehr als dreißig Jahren bestehende Verbindung ins Département Calvados verantwortlich ist. Und das aus guten Grund: „Der Bezirk fördert das Erlernen der französischen Sprache in unterfränkischen Kindergärten und Grundschulen“, so Bezirksdirektor Dr. Gernot Janke bei seiner Begrüßung. Mit dem Gastspiel der Künstlerin aus Caen solle die Lust und Neugierde der Kinder auf die französische Sprache geweckt werden.

Fremdsprachen öffnen Türen zu anderen Völkern, betonte Silke Burdack, beim Partnerschaftsreferat zuständig für Praktika und Sprachförderung. Auch sehr junge Menschen könnten bereits von der Partnerschaft zwischen dem Bezirk Unterfranken und dem Département Calvados profitieren. Zum Sprachenlernen sei man nie zu jung, gab Silke Burdack dem Publikum mit auf den Weg, bevor Lorraine Ollagnier die imaginäre Bühne im Sitzungssaal betrat.

Und mit ein wenig Fantasie zauberte die französische Künstlerin einen ganzen Kosmos an Erzählungen in den Raum. So zum Beispiel die Geschichte von der kleinen roten Henne (la petite poule rousse), die drei Samenkörner findet. Als sie aber Helfer sucht, um daraus Pflanzen zu ziehen, findet sie niemanden. Alle ihre Nachbarn und Freunde – ein Truthahn, ein Kätzchen und ein Schwein – lassen sich die tollsten Ausreden einfallen. Also macht sich die kleine rote Henne allein an die Arbeit. Am Ende bringt sie die geernteten Körner zur Mühle und backt aus dem Mehl einen duftenden Kuchen. Und dann sind sie alle wieder da – der Truthahn, das Kätzchen und das Schwein. Aber wer darf nun davon essen, will die Märchenerzählerin von den Kindern wissen. Die sind sich mit ihrem Urteil freilich ganz schnell einig. So einfach kann es im Leben sein, wenn Kinder über Gerechtigkeit nachdenken.

 

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