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Jakob-Riedinger-Haus entsteht völlig neu (19. Juni 2018)

Erster Spatenstich für Ersatzbau des Wohn- und Wohnpflegeheims auf dem Heuchelhof

 

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Eine wichtige Einrichtung wie das Jakob-Riedinger-Haus braucht viele helfende Hände. Dies zeigte sich nicht zuletzt beim symbolischen ersten Spatenstich. (Foto: Mauritz)

 

Würzburg. (mm) Das Jakob-Riedinger-Haus, das sich derzeit noch im Würzburger Stadtteil Frauenland befindet, soll in den kommenden zwei Jahren auf dem Heuchelhof völlig neu gebaut werden. In dem Wohn- und Wohnpflegeheim leben derzeit rund fünfzig Menschen mit Behinderung. Das künftige Heim werde nicht nur viel moderner sein, sondern mit dann 62 Plätzen auch um einiges größer, betonte Bezirkstagspräsident Erwin Dotzel am Dienstag (19. Juni) anlässlich des symbolischen ersten Spatenstichs.

Dotzel erinnerte daran, dass der Bezirkstag von Unterfranken bereits vor mehreren Jahren einen Ersatzneubau für das Jakob-Riedinger-Haus erörtert habe. Im März vergangenen Jahres habe der Bau- und Umweltausschuss das Projekt beschlossen. Dieser Abstimmung vorausgegangen sei bereits 2016 ein europaweiter Architektenwettbewerb, der auch die Erweiterung der Dr.-Karl-Kroiß-Schule um eine Ganztagsbetreuung umfasst habe. Im Zusammenhang mit dem Neubau und dem Umzug des Jakob-Riedinger-Hauses entstünden ganz neue Entwicklungsmöglichkeiten für das König-Ludwig-Haus, sagte Dotzel. „Wir planen nämlich, an dieser orthopädischen Klinik ein Institut für Bewegungsforschung zu errichten“ kündigte der Bezirkstagspräsident an. Umgekehrt stärke der Neubau des Jakob-Riedinger-Hauses auf dem Heuchelhof die Attraktivität des ganzen Areals. „Dank der Nachbarschaft zur Dr.-Karl-Kroiß-Schule und zur Jugendbildungsstätte sowie durch die Nähe zu Wohngebieten und Gemeinbedarfseinrichtungen ist der neue Standort zudem optimal geeignet, um den Gedanken der Inklusion umzusetzen.“

Die Baupläne erläuterte der verantwortliche Architekt Herbert Osel. Wie er sagte, „platzt das Heim an seiner jetzigen Stelle neben dem König-Ludwig-Haus aus allen Nähten“. Den Bezirk lobte er wegen dessen schneller Planungsphase. Der dreigliedrige Bau sei zum einen als Wohnheim für behinderte Menschen konzipiert, die im Rahmen der Eingliederungshilfe die Werkstatt für Behinderte besuchten, und zum anderen als Wohnpflegeheim für die Pflege und Betreuung von Menschen mit Körperbehinderung, die nicht oder nicht mehr in die Werkstatt für Behinderte gingen. Die Bau-Kosten schätzte Osel nach derzeitigem Stand auf 13,95 Millionen Euro. Das künftige Bauwerk werde wegen seiner großen Fenster und einem hellen Innenhof sehr freundlich wirken. Der Architekt beschrieb das Haus „als außen weiß getüncht und innen mit viel Holz.“

Großes Lob zollte dem Bezirk Bürgermeister Adolf Bauer im Namen der Stadt Würzburg. Die Stadt liege dem Bezirk „zu Füßen“, sagte Bauer – im wahrsten Sinn des Wortes wegen der exponierten Lage des künftigen Jakob-Riedinger-Hause hoch oben auf dem Heuchelhof, und im übertragenen Sinn aufgrund der wichtigen Einrichtungen, die der Bezirk als dritte kommunale Ebene betreibe. "Der Bezirk investierte immer viel", sagte der Bürgermeister. Dies müsse man „dankend und lobend anerkennen“.

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