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Abschied von einem „Traum-Team“ (26. Juli 2018)

Rainer Klingert und Gerhard Ernst treten in Freistellungsphase der Altersteilzeit ein

 

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Ein letztes Gruppenfoto zum Abschied (von links): Bezirkstagsvizepräsidentin Eva Maria Linsenbreder, Rainer Klingert, Gerhard Ernst, Bezirkstagspräsident Erwin Dotzel und der ehemalige Regierungsvizepräsident Dr. Andreas Metschke. (Foto: Mauritz)

 

Würzburg. (mm) Alles, was beim Bezirk Rang und Namen hat, versammelte sich am vergangenen Donnerstag (26. Juli) im Sitzungssaal des Bezirksgebäudes, um Abteilungsdirektor Rainer Klingert und Verwaltungsdirektor Gerhard Ernst in die so genannte Freistellungsphase der Altersteilzeit zu verabschieden. Bezirkstagspräsident Erwin Dotzel sprach in diesem Zusammenhang von einer „tiefen Zäsur“. Klingert und Ernst hätten jahrzehntelang für den Bezirk an herausragenden Positionen gearbeitet. „Dank ihrer Kompetenz und ihrer Erfahrung waren die beiden in meinen Augen immer so etwas wie ein Zentralrechner“, sagte Dotzel.

Der Bezirkstagspräsident lobte Klingert und Ernst als „echtes Traum-Team“, die eine weite Strecke ihres beruflichen Lebens gemeinsam gegangen seien. Es falle schwer, sich vorzustellen, dass die beiden nun ihre Schreibtische in der Bezirkshauptverwaltung räumten. „Ihre Kompetenz, ihr Engagement und ihre Führungsstärke werden uns fehlen.“ Aber das Ende einer Dienstzeit sei immer zugleich ein Stabwechsel. So verhalte es sich auch mit dem Abschied von Rainer Klingert und Gerhard Ernst. „Wenn sich die beiden jetzt in die Freistellungsphase der Altersteilzeit zurückziehen, dann geben sie zugleich den Stab weiter – nämlich an Jürgen Oswald, an Andreas Polst und an Armin Schneegold“, sagte der Bezirkstagspräsident. Wie bei einem Automotor bestehe bei der Nachfolge in einer Verwaltung die Kunst darin, dass die Maschine beim Hochschalten auf den nächsten Gang ohne Ruck weiterläuft. „Ich bin mir sicher, dass Andreas Polst, Jürgen Oswald und Armin Schneegold den Bezirks-Motor zu neuen Leistungen antreiben werden!“, wünschte Dotzel.

Bezirkstagsvizepräsidentin Eva Maria Linsenbreder verglich den Beginn des Ruhestandes mit den großen Schulferien. „Dann beginnt die Zeit der spannenden Urlaubsfahrten, der freien Tage, die man mit Baden zubringt, in denen man durch die Wälder streift oder mit Freunden Fußball spielt oder einfach nur nach Herzens Lust dicke Bücher liest.“ Wenn man, wie Rainer Klingert und Gerhard Ernst, am Schuljahresende aus dem aktiven Dienst ausscheide, dann sei dies im wahrsten Sinn des Wortes wie der Beginn der ganz großen Ferien.

Linsenbreder erinnerte an die „gemeinsame Arbeit für den Bezirk Unterfranken und für die Menschen die hier leben“. Dafür „darf ich Ihnen heute beim Abschied ganz besonders danken“, sagte die Bezirkstagsvizepräsidentin. Es sei immer um die gemeinsamen Ziele gegangen, nie um irgendwelche Eitelkeiten. Die berufliche Karriere von Klingert und Ernst mache aber auch klar, „dass ihr Leben geprägt war von gewissenhafter Arbeit, von Zuverlässigkeit, von Pflichtbewusstsein – und auch von einer angemessenen Dosis an Ehrgeiz“.

Auch der stellvertretende Gesamtpersonalratsvorsitzende Wolfgang Reinhart erinnerte an die erfolgreichen Karrieren von Rainer Klingert und Gerhard Ernst. Insbesondere wies er darauf hin, dass der Bezirk Unterfranken daran festgehalten habe, seine Einrichtungen in Eigenregie zu betreiben. Heute werde dies von anderen Bezirken „neidisch beobachtet!“. Es komme eben nicht auf die Rechtsform an, „sondern auf die richtigen Leute an den richtigen Stellen“, sagte Reinhart. Rainer Klingert bescheinigte er, „das System des öffentlichen Dienstes meisterhaft zu beherrschen“. An die Adresse von Gerhard Ernst gerichtet, sagte Reinhart: „Ihr Wort hatte Gewicht, und Sie machten verlässliche Aussagen!“ Er erinnere sich an „hitzige Debatten“, die stets geprägt waren „von feinem Umgang und gegenseitigem Respekt“.

Als scheidender Kämmerer und Geschäftsleiter der Krankenhäuser und Heime dankte Rainer Klingert in seiner Rückschau dem Bezirkstag und namentlich dessen Präsidenten Erwin Dotzel für das Vertrauen. Dies habe ihm schnelle Entscheidung möglich gemacht. Dadurch sei die öffentliche Verwaltung ebenso wettbewerbsfähig wie die freie Wirtschaft.

Gerhard Ernst zählte noch einmal einige Meilensteine seiner Laufbahn beim Bezirk auf: Schüttbau, König-Ludwig-Haus, Kulturstiftung, BUS und schließlich die Partnerschaft mit dem französischen Calvados. Es brauche eine Vielzahl kleiner Schritte, und das gehe nur mit dem Vertrauen der Politik. „Es war eine schöne, erfüllte Zeit beim Bezirk“, resümierte Ernst

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