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Gräflicher Besuch auf der Mainfranken-Messe (8. Oktober 2019)

Graf-Luxburg-Museum wird im Frühjahr 2020 wiederöffnet – „Als wären die Herrschaften zu Hause“

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Zu keinem Zeitpunkt verlor „Carola Gräfin von Luxburg“ beim Gespräch mit Irina Hanft (Mitte) und Josefine Glöckner die Contenance. Das zeigt wieder einmal: Adel verpflichtet. (Foto: Mauritz)

Würzburg. (mm) Hochherrschaftlichen Besuch gab es am Sonntag (8. Oktober) auf der Mainfranken-Messe. „Carola Gräfin von Luxburg“ kam gemeinsam mit der Leiterin der Museen Schloss Aschach, Josefine Glöckner, zum Interview mit Irina Hanft auf die BR-Bühne. Freilich verbarg sich hinter der historischen Figur die Museumsführerin Renate Kiesl, die auch sonst in dieser Verkleidung Besucherinnen und Besucher durch Schloss Aschach führt. 35 Jahre war Carola mit Karl Graf von Luxburg verheiratet, der 1955 das Schloss samt dem gesamten Inventar und allen Grundstücken dem Bezirk Unterfranken zum Geschenk machte.

Der Bezirk nutzt den Prachtbau unweit von Bad Bocklet seither als Museum, in dem zu bestaunen ist, was die früheren Eigentümer in vielen Jahrzehnten gesammelt hatten: Feinstes Porzellan aus China, kostbare Teppiche, Möbel aus dem Barock und Schreibtische aus dem Rokoko, erlesene Tapeten, prächtige Gemälde, dazu wertvolles Geschirr, Silber, Zinn.

Allerdings war das ursprüngliche Ausstellungskonzept arg aus der Mode gekommen und wurde daher in den vergangenen Jahren grundlegend überarbeitet. Im neugestalteten Graf-Luxburg-Museum, das im kommenden Frühjahr wiedereröffnet werden wird, sollen die Besucherinnen und Besucher in die Welt der einstigen Eigentümer eintauchen, wie Museums-Chefin Josefine Glöckner schwärmte. Erreicht werde diese Wirkung durch allerlei szenische Darstellungen: eine Serviette liegt auf dem Boden, Schatten der Dienstboten huschen über Wände, Stimmengemurmel ist zu hören. „Es scheint, als wäre die gräfliche Familie zu Hause“, so Glöckner. Dabei könne man künftig nicht nur die herrschaftlichen Wohnräume von einst besichtigen, sondern auch die Arbeitsräume ihrer Dienstboten. Zudem erwarte die bürgerlichen Gäste ein vielfältiges Programm mit Medien- und Mitmach-Stationen.

Eine Kostprobe dieser lebensechten Präsentationen hatte „die Gräfin“ in Form eines Fläschchens mit „Echt Kölnisch Wasser“ mitgebracht. Auch mit der Nase lässt sich in die Vergangenheit eintauchen, und Eau de Cologne war eben bis ins 20. Jahrhundert hinein der Duft der Frau von Welt.

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