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„Der Spurenfinder“ (4. November 2019)

Ausstellung über Michael Schneeberger und das jüdische Erbe in Bayern

Spurenfinder

Blick in die Ausstellung „Der Spurenfinder“. (Foto: Johanna-Stahl-Zentrum)

Würzburg. (Andert) Die neue Wechselausstellung des Johanna-Stahl-Zentrums ist eröffnet! Mehr als 120 Besucher haben sich am Eröffnungsabend für die bemerkenswerte Persönlichkeit des jüdischen Heimatforschers Michael Schneeberger interessiert. Sie wurden begrüßt durch Dr. Rotraud Ries. Grußworte sprachen der Präsident des Zentralrats der Juden in Deutschland Dr. Josef Schuster, Prof. Dr. Klaus Reder in Vertretung des Bezirkstagspräsidenten und der Würzburger Oberbürgermeister Christian Schuchardt.

Die Ausstellung „Der Spurenfinder“ stellt nicht nur die Biographie des zum Judentum konvertierten Forschers Michael Schneeberger, sondern auch seine Arbeitsschwerpunkte vor. Unter anderem zeigt das JSZ die Ergebnisse von Schneebergers Lebenswerk anhand mehrerer Familiengeschichten und Gemeindegeschichten, die auf der umfangreichen Sammlung basieren, die er hinterließ.

Die Kitzinger Gemeinde war ein weiterer Schwerpunkt Schneebergers. Dort setzte er sich für den Erhalt und die Neu-Nutzung der alten Synagoge ein und verfasste ein Gedenkbuch („Yiskor“), in dem er an alle von NS-Verfolgung betroffenen Kitzinger Juden erinnerte.

Zusammen mit dem Designer und Fotografen Christian Reuther konzipierte Michael Schneeberger ab 1990 eine erfolgreiche Ausstellung zum Jüdischen Friedhof Rödelsee. Einen kleinen Teil dieser imposanten Schau, die deutschlandweit an zehn Orten präsentiert wurde, zeigt das JSZ auch in der aktuellen Ausstellung.

Seine Schwester Brigitte Zalder, Rabbiner Yakov Ebert und drei weitere Weggefährten Schneebergers wurden für die Ausstellung interviewt. Diese Interviews sind auf der Medienstation des JSZ zu sehen und erweitern die Ausstellung noch um sehr persönliche Blicke auf Michael Schneeberger.

Die Ausstellung ist noch bis zum 19. April 2020 im JSZ zu sehen, im Herbst 2020 dann in der Alten Synagoge in Kitzingen beim Kooperationspartner des JSZ, dem Förderverein ehemalige Synagoge Kitzingen.

Das Johanna-Stahl-Zentrum besteht seit 1987 als “Dokumentationszentrum für jüdische Geschichte und Kultur in Unterfranken“ und wird zu gleichen Teilen von der Stadt Würzburg und dem Bezirk Unterfranken getragen. Die Israelitische Gemeinde Würzburg ist in die Kooperation einbezogen. Die Räume des Zentrums befinden sich im dritten Stockwerk des jüdischen Gemeindezentrums Shalom Europa. Im Jahr 2011 haben der Bezirk Unterfranken, die Stadt Würzburg und die Israelitische Kultusgemeinde einen neuen Kooperationsvertrag geschlossen und dem Zentrum seinen neuen Namen gegeben: Johanna-Stahl-Zentrum für jüdische Geschichte und Kultur in Unterfranken.

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Zu den Öffnungszeiten und öffentlichen Führungen siehe die Webseite des Zentrums.

Johanna-Stahl-Zentrum für jüdische Geschichte und Kultur in Unterfranken

Valentin-Becker-Str. 11, 97072 Würzburg

Telefon 0931 – 18275, jsz@bezirk-unterfranken.de,

www.johanna-stahl-zentrum.deexterner Link

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