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Mobilität per Smartphone (2. März 2020)

Stadt, Landkreis und Bezirk heben Mitfahrerportal aus der Taufe – Saubere Mobilität

MitfahrPortal

Unterzeichneten die Kooperationsvereinbarung für ein Mitfahrerportal (von links): Bezirksdirektor Dr. Gernot Janke (Bezirk Unterfranken), Oberbürgermeister Christian Schuchardt, Landrat Eberhard Nuß, Geschäftsführer Thomas Schäfer (WVV) und stellvertretender IHK-Hauptgeschäftsführer Dr. Sascha Genders. (Foto: Mauritz)

Würzburg. (mm) Fast 60.000 Pkw pendeln Tag für Tag aus dem Umland nach Würzburg. Das sind eindeutig zu viel, haben jetzt die Stadt, der Landkreis, der Bezirk und die Industrie- und Handelskammer befunden. Mit einem so genannten Mitfahrerportal wollen sie dem Problem zu Leibe rücken, das regelmäßig für Verkehrstaus, eine permanente Parkplatzmisere und eine gewaltige Feinstaubbelastung sorgt.

Früher habe man sich bekanntlich zu Fahrgemeinschaften verabredet, erinnerte Landrat Eberhard Nuß bei einer Pressekonferenz am gestrigen Montag (2. März) im Würzburger Landratsamt. Nach diesem Modell soll nun mit Hilfe moderner Kommunikationsmittel das Mitfahrerportal entstehen. Ziel sei eine einfach, flexible und schnelle Lösung, um Menschen mit einem gemeinsamen Weg zur Arbeit zu vernetzen, betonte Nuß.

Als einen ganz wichtigen Baustein auf dem Weg zu einer sauberen Mobilität lobte Oberbürgermeister Christian Schuchardt das Projekt, das sich in seiner ersten Phase vorrangig an Pendler wendet, die im öffentlichen Dienst beschäftigt sind. Mit der zweiten Phase soll sich das Mitfahrerportal dann in das umweltorientierte Verkehrs- und Mobilitäts-Managementsystem Würzburg integrieren und sich allen Bürgerinnen und Bürgern öffnen.

Als einer der großen Arbeitgeber in Unterfranken sei der Bezirk gerne dabei, die Chancen der Digitalisierung zu nutzen und durch das Mitfahrerportal seinen Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern zu einem ökologisch und ökonomisch verbesserten Weg zur Arbeit zu verhelfen, erklärte Bezirksdirektor Dr. Gernot Janke. Er unterstrich, dass für den Bezirk, der in ganz Unterfranken über Kliniken und Einrichtungen verfüge, Fragen des Energie- und Umweltschutzes Priorität haben.

Dr. Sascha Genders, stellvertretender Hauptgeschäftsführer der Industrie- und Handelskammer Würzburg-Schweinfurt, verwies auf den Pakt zur Luftreinhaltung, den die IHK bereits 2015 gemeinsam mit der Handwerkskammer unterzeichnet habe. Alternative Mobilitätsvarianten seinen in diesem Zusammenhang von herausragender Bedeutung, betonte Genders. Wichtig sei es aus seiner Sicht, die Mobilität nicht mit Verboten zu steuern, sondern durch entsprechende Anreize. So ließe sich die Verkehrswende positiv gestalten.

Die WVV teste bereits seit Jahre die verschiedensten Mobilitätsformen, sagte deren Geschäftsführer Thomas Schäfer: „Wir verschließen uns keiner Idee!“ Er verwies unter anderem auf die Seriosität, die mit einem Mitfahrerportal verbunden sei. Man müsse eben nicht zu wildfremden Menschen ins Auto steigen, betonte Schäfer.

Detailliert beschrieb Michael Dröse, Leiter des Stabsstellenfachbereichs Kreisentwicklung, das Projekt, das nach einer Bewerbungsphase und einem anschließenden Workshop für die Testpiloten im Mai an den Start gehen soll. Ziel sei es, Menschen mit gleichem Arbeitsweg zu vernetzen. Nach seiner Einschätzung habe das Projekt bereits in seiner ersten Phase ein Potenzial von rund 5.000 Mitarbeitern. Erreicht werde damit eine Minimierung des Straßenverkehrs und der Parkplatzprobleme und damit verbunden der CO2-Emissionen. Auf diesem Weg ließe sich auch die Stadtplanung mit weniger Autos und mehr Grünflächen optimieren. Die Nutzer des Mitfahrerportals sparten zudem Kosten für den Weg zur Arbeit.

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