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Keine Corona-Krise in der Meisterschule Ebern (13. Juli 2020)

Verbandsversammlung des Zweckverbands – Haushalt stimmt optimistisch für die Zukunft

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Zu den Attraktionen auf der Mainfranken-Messe zählt stets auch der Stand der Meisterschule Ebern für das Schreinerhandwerk. Schreinermeister Tobias Schneider präsentiert, was ein geschickter Drechsler an seiner Drehbank alles fertigbringt. (Foto: Mauritz)

Würzburg. (mm) Keine spürbaren Kratzer hat die Corona-Pandemie bislang im Betrieb der Meisterschule Ebern für das Schreinerhandwerk hinterlassen. Dies machte Schulleiter PD Dr. Oliver Dünisch bei der Verbandsversammlung des Zweckverbands am Montag (13. Juli) in Würzburg deutlich. Der Präsenzunterricht sei zwar von Mitte März bis zum 24. April ausgefallen, aber seither gingen die Kurse für die derzeit fünf Meisterschülerinnen und 49 Meisterschüler wieder weiter – wenn auch geteilt und im wöchentlichen Wechsel. Auch im Schulumfeld sei es zu keinen Corona-Infektionen gekommen, mehrere Verdachtsfälle hätten sich nicht bestätigt. Die Meisterprüfungen würden termingerecht durchgeführt, so Dünisch.

Auch auf den Lernerfolg hat das neuartige Virus offensichtlich keinen Einfluss. Von den 18 Meisterschülern hätten 17 Absolventen die Prüfung bestanden. Zwei von ihnen hätten sogar den Meisterpreis der Bayerischen Staatsregierung erhalten, freute sich Dünisch. Mit Blick auf die Anmeldesituation für die kommenden Kurse geht Dünisch „optimistisch in die Zukunft“.

Zu diesem zuversichtlichen Ausblick dürfte auch die Haushaltslage der Schule beigetragen haben. Die Jahresrechnung 2019, die die Verbandsversammlung einstimmig zur Kenntnis nahm, sei „weitgehend plankonform abgewickelt“ worden, sagte der Geschäftsleiter der Meisterschule, Andreas Polst. Die relativ hohe Rücklage versetze den Zweckverband in die Lage, kurzfristige Liquiditätsengpässe zu überbrücken, betonte Polst weiter. Insgesamt habe der Haushalt für das zurückliegende Jahr über 1,8 Millionen Euro aufgewiesen – knapp 1,4 Millionen Euro im Verwaltungshaushalt und rund 457.000 Euro im Vermögenshaushalt. Ebern sei nach der Fertigstellung des neuen Wohnheims und mit dem sanierten Schulgebäude für Meisterschüler eine sehr attraktive Adresse, resümierte Polst seinen Bericht.

Die Meisterschule Ebern dient der Meisterfortbildung für Schreinerinnen und Schreiner. Schulträger ist ein Zweckverband bestehend aus dem Bezirk Unterfranken, dem Landkreis Hassberge, der Stadt Ebern und dem Fachverband Schreinerhandwerk Bayern. Den Löwenanteil trägt mit 72 Prozent der Bezirk, Vorsitzender des Zweckverbandes ist Bezirkstagspräsident Erwin Dotzel. Er betonte, dass die Schule „auch in schwierigen Zeiten“ ihrem Auftrag voll gerecht werde. Als erfreulich bezeichnete es der Bezirkstagspräsident darüber hinaus, dass der Anteil an Meisterschülerinnen kontinuierlich zulege.

Der ganz überwiegende Teil der Schülerinnen und Schüler stammt aus Bayern, rund ein Viertel kommt aus Unterfranken. Aber auch in Baden-Württemberg, Hessen, Sachsen, Nordrhein-Westfalen, Thüringen und Schleswig-Holstein weiß man offensichtlich um die exzellente Ausbildung in Ebern – auch wenn Corona bedingt die Öffentlichkeitsarbeit in den zurückliegenden Monaten etwas gelitten hat, wie Dünisch anmerkte. So seien die „Handwerksmesse München“, die „Messe Holzhandwerk Nürnberg“ und das „Coburger Designforum“ abgesagt worden, auf denen sich die Meisterschule präsentieren wollte. Und auch die Meisterstückausstellung und die feierliche Zeugnisübergabe mussten in diesem Jahr ausfallen.

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