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„Eines der attraktivsten Ausflugsziele Unterfrankens“ (10. Juli 2020)

Graf-Luxburg-Museum wiedereröffnet – Knapp drei Millionen Euro investiert

SchlossAschach

Seit dem 10. Juli wieder für Besucherinnen und Besucher geöffnet: Schloss Aschach mit seinem Graf-Luxburg-Museum. (Foto: Mauritz)

Aschach/Würzburg. (mm) Der Zauber der Anlage sei immer noch vorhanden und der Charme des historischen Gebäudes überall zu spüren, betonte Bezirkstagspräsident Erwin Dotzel am Freitag (10. Juli) bei der feierlichen Wiedereröffnung des Graf-Luxburg-Museums in Aschach. Aber alles sei jetzt auf dem modernsten Stand der Museumspräsentation.  „Wir haben Schloss Aschach und sein Graf-Luxburg-Museum fit für die Zukunft als eines der attraktivsten Ausflugsziele in Unterfranken gemacht!“

Als eines der Kernstücke der baulichen Ertüchtigung von Schloss Aschach bezeichnete Dotzel die Erschließung der drei Stockwerke mit zwei Aufzügen für Rollstuhlfahrer und Menschen mit Gehbeeinträchtigung. „Wir wollten eben ein Museum für alle schaffen“, betonte der Bezirkstagspräsident. Er verwies in diesem Zusammenhang auf die herausragende Bedeutung, die die Inklusion für den Bezirk Unterfranken habe. Barrierefreiheit und Denkmalpflege seien nach seiner Überzeugung gleichwertige Ziele.

Knapp drei Millionen Euro habe der Bezirk in den Hochbau und in die museale Neugestaltung investiert. Die Planung lag, wie Dotzel betonte, „in den bewährten Händen des Büro Konopatzki & Edelhäuser aus Rothenburg ob der Tauber“. Dank der Renovierungs- und Baumaßnahmen, die sich über vier Jahre erstreckten, sei nun sichergestellt, dass Schloss Aschach auch in Zukunft für die Öffentlichkeit zugänglich sei. Dies sei ein sehr wichtiger Aspekt, weil er demonstriere, „dass dieses historische Gebäude voller Leben steckt!“, betonte Dotzel. Das Beispiel Schloss Aschach zeige, „dass alte Häuser nicht nur eine Geschichte haben, sie haben auch eine Zukunft!“

Ausdrücklich bedankte sich der Bezirkstagspräsident bei den großzügigen Unterstützern des Projekts. So hatte die Regierung von Unterfranken aus dem Kulturfonds Bayern 356.900 Euro bereitgestellt. Dr. Eugen Ehmann erinnerte in seinem Grußwort an seinen legendären Amtsvorgänger als Regierungspräsident, Dr. Friedrich Graf von Luxburg, der das Schloss 1873 gekauft hatte. Dessen Sohn Karl Graf von Luxburg schenkte Mitte der 1950er-Jahre die komplette Anlage samt Inventar dem Bezirk – unter der Maßgabe, es zu erhalten und der Öffentlichkeit zugänglich zu machen.

Mit rund 225.000 Euro hatte die Landesstelle für die nichtstaatlichen Museen in Bayern den Umbau und die Sanierung des Bauwerks gefördert. Offensichtlich eine gut angelegte Investition, denn Stefan Kley, der stellvertretende Leiter der Landesstelle, bezeichnete das Schloss als ein „Flaggschiff der unterfränkischen Museumslandschaft“.

„Als ob die Grafen-Familie die Räumlichkeiten eben erst verlassen hätte!“ So beschrieb Dotzel in seiner Festansprache die Leitidee bei der Neuanlage des Museums. Die Planerin Claudia Frey (Design-Agentur molitor und Büro Bertron, Schwarz, Frey) griff diese Aussage auf und erläuterte die szenischen Gestaltungen, dank derer die Vergangenheit lebendig werde. Wie schon bisher zeigt das Museum zum einen das adelige Leben im 19. Jahrhundert, zum anderen werden aber nun die von der Familie Luxburg gesammelten Kunstschätze stärker ins Gesichtsfeld gerückt. In den gräflichen Sammlungen befinden sich unter anderem Werke von Lucas Cranach oder Leo von Klenze – und zudem feinstes Porzellan aus China, kostbare Teppiche, Möbel aus dem Barock, Schreibtische aus dem Rokoko, erlesene Tapeten sowie wertvolles Geschirr, Silber, Zinn. Auch den ehemaligen Küchenbereich bezieht die Ausstellung jetzt mit ein.

Von ihren umfangreichen Recherchearbeiten, die für die Neukonzeption des Graf-Luxburg-Museums notwendig waren, berichteten schließlich Projektleiterin Dr. Birgit Speckle und Museumsleiterin Josefine Glöckner (beide Bezirk Unterfranken). Rund fünfzig Regalmeter Archivmaterial und tausende von Fotografien durchforsteten die beiden Expertinnen im Zuge ihrer Forschungsarbeit. Hinzu kamen zahlreiche Interviews mit Zeitzeugen, um die Präsentation so authentisch wie möglich zu gestalten.

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