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„Bezirk lässt Künstlerinnen und Künstler nicht im Regen stehen“ (16. Juli 2020)

Kulturausschuss beschäftigt sich mit den Auswirkungen der Corona-Pandemie auf die unterfränkische Kunstszene

Notenblatt

Die Musikpflege zählt zu den vielfältigen Aufgaben des Bezirks. (Foto: Mauritz)

Würzburg. (mm) Vor dem Hintergrund der Corona-Pandemie hat der Kulturausschuss des Bezirks am Donnerstag (16. Juli) einstimmig beschlossen, die unterfränkischen Kulturschaffenden bestmöglich zu unterstützen. Demnach werden Kultureinrichtungen wie Theater und Museen unverändert gefördert, auch wenn sie wegen des so genannten „Lockdowns“ vorübergehend geschlossen oder nur eingeschränkt offen waren. Kulturprojekte, die in diesem Jahr zum Beispiel in einem kleineren Format stattfinden, werden bis zur „schwarzen Null“ finanziell unterstützt. Lediglich Projekte, die ins kommende Jahr verschoben oder ganz abgesagt wurden, erhalten heuer keine Förderung. Für diese Projekte kann aber im kommenden Jahr ein neuer Antrag gestellt werden, wie Bezirks-Direktor Dr. Gernot Janke sagte. „Die Kulturschaffenden müssen wissen, dass sie mit dem Bezirk Unterfranken auch in Krisenzeiten einen verlässlichen Partner an ihrer Seite haben“, betonte Bezirkstagspräsident Erwin Dotzel.

 Aus diesem Grund beschlossen die Bezirksräte und Bezirksrätinnen zudem eine entsprechende Härteklausel: wenn die Absage oder die Verschiebung eines Projekts „eine besondere existenzielle Härte“ bedeute, könne „im Einzelfall auf Antrag eine einmalige institutionelle Förderung geprüft werden“, heißt es im Beschuss des Kulturausschusses. Allerdings sei ein vollständiger Nachteilsausgleich ausgeschlossen. Das bedeute, die Förderung könne maximal in Höhe der ausbleibenden Projektförderung erfolgen. Entscheidend war für Dotzel, dass der Bezirk Unterfranken „die Kulturschaffenden nicht im Regen stehen lässt!“

Ebenfalls einstimmig beschloss der Kulturausschuss, den Antrag von Bündnis 90/Die Grünen auf „Einrichtung einer Arbeitsgruppe zur Erstellung des neuen Eckpunktepapiers“ in die Strukturkommission zu verweisen. Barbara Imhof hatte die interfraktionelle Debatte wegen der Auswirkungen der Corona-Pandemie angeregt. Zudem seien die Konsequenzen des demographischen Wandels auf die Kulturarbeit in den einschlägigen Vereinen und die soziokulturelle Entwicklung in einem künftigen Grundsatzpapier zu berücksichtigen.

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