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Inklusionspreis exklusiv (6. Oktober 2020)

Bezirk Unterfranken geht mit dem begehrten Inklusionspreis in diesem Jahr „on Tour“


Inklusionspreis2020
 

In Zeiten von Corona heißt es auch bei der Inklusionspreisverleihung auf Abstand zu gehen - obwohl sich alle dem Projekt sehr nahe fühlten. (von links: Bezirkstagspräsident Erwin Dotzel, Schulleiter Marian Diehl, Behindertenbeauftragte Karin Renner. (Foto: Hiller)

Schweinfurt/Augsfeld/Würzburg. (hil) Bereits zum sechsten Mal hat Bezirkstagspräsident Erwin Dotzel zwei der fünf Inklusionspreise, die mit insgesamt 12.500 Euro dotiert sind, am Dienstag (6. Oktober) überreicht. „Eigentlich sollte der Festakt auf der Ufra stattfinden, aber wegen der Virus-Pandemie mussten wir uns einen ganz neuen Weg einfallen lassen“, begann Dotzel seine Laudatio in der Berufsfachschule für Ernährung in Schweinfurt.

Denn um die Preise in den insgesamt fünf Kategorien in einem würdigen und angemessenen Rahmen zu verleihen ist in diesem Jahr Kreativität gefragt. Unter dem Motto „Inklusionspreis on Tour“ verleiht der Bezirk Unterfranken deshalb die Preise an drei verschiedenen Terminen – und fährt zu den Menschen - dorthin, wo die Preisträger sind. Den Auftakt machte die Berufsfachschule für Ernährung und Versorgung Maria Theresie der Gemeinnützigen Gesellschaft in Schweinfurt. In der Kategorie „Bildung und Erziehung“ überzeugte die Schule mit ihrem wunderbaren Bildungsprojekt „Gesunde Ernährung“ die Jury und erhielt den mit 2.500 Euro dotierten Preis.

„Vom gemeinsamen Einkaufen, über das Kochen bis hin zum gemeinschaftlichen Essen – die Schülerinnen und Schüler und die Teilnehmerinnen und Teilnehmer der offenen Behinderten Arbeit traten überall als eine Einheit auf“, resümierte der Schulleiter Marian Diehl. Im Vordergrund des Projekts stand, gesunde Gerichte anhand von Rezepten in leichter Sprache gemeinsam zu kochen und zu verzehren.

„Dieses Projekt verbindet nicht nur Menschen mit und ohne Behinderung, es trägt auch noch zu einer gesünderen Lebensweise bei“, freute sich die Behindertenbeauftragte des Bezirks, Karin Renner.

In der Kategorie „Kultur, Natur und Umwelt“ ging der mit ebenfalls 2.500 Euro dotierte Inklusionspreis an die Blaskapelle Augsfeld. „Sie haben hier wirklich ein fantastisches Projekt ins Leben gerufen – Miteinander lernen, gemeinsam musizieren und anderen Menschen eine Freude machen – und das seit mehr als 40 Jahren! Weiter so!“ zeigte sich Dotzel sichtlich beeindruckt. Einmal in der Woche trifft sich die Blaskapelle, die aus 15 Musikern, einem Dirigenten einer Betreuerin und dem Ausbilder besteht, zum gemeinsamen Musizieren. Die Musikerinnen und Musiker arbeiten alle in der Werkstatt für behinderte Menschen in Augsfeld.

Mittlerweile kommen auch mehr und mehr Musikerinnen und Musiker aus den umliegenden Ortschaften dazu. Ihre Blaskapelle ist ein tolles Beispiel für gelebte Inklusion, sagte Dotzel und betonte, dass es genau solche Projekte seien, die einen spürbaren Beitrag zur Teilhabe am Leben in der Gemeinschaft leisten. Konrad Schneider von der Blaskapelle Augsfeld betonte „musizieren fördert die Solidarität und den sozialen Zusammenhalt – auch deshalb ist dieses Projekt so wichtig“.  

Alle Beteiligten zeigten sich nach der Auftaktveranstaltung von der neuen Form der Preisverleihung begeistert. „Wir haben in diesem Jahr zwar nicht die ganz große Bühne, sind dafür aber direkt vor Ort – da wo die Menschen die gemeinsame Arbeit für die Inklusion leisten“, resümierte Dotzel und freute sich schon auf die kommenden Preisverleihungen.

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