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Dotzel: Corona mahnt zur internationalen Zusammenarbeit (15. Oktober 2020)

Bezirk verleiht Partnerschaftspreis 2020 an die Zielgruppe „Gymnasien und Realschulen“

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Insgesamt vier Ehrenurkunden überreichte Bezirkstagspräsident Erwin Dotzel an die Sieger des diesjährigen Partnerschaftspreises. Foto: Mauritz

Würzburg. (mm) Den in diesem Jahr mit insgesamt 5.000 Euro dotierten „Partnerschaftspreis für besondere Verdienste um die deutsch-französische Partnerschaft auf Bezirks- und Gemeindeebene“ hat Bezirkstagspräsident Erwin Dotzel am gestrigen Donnerstag (15. Oktober) an das Gymnasium – Landschulheim Wiesentheid, das Deutschhaus-Gymnasium Würzburg, die Mädchenrealschule der Dillinger Franziskanerinnen Volkach sowie an das Alexander-von-Humboldt-Gymnasium Schweinfurt verliehen. Die vier Preisträger aus der Zielgruppe „Gymnasien und Realschulen“ überzeugten die Jury nicht zuletzt aufgrund des großen Engagements sowohl der Schülerinnen und Schüler als auch der Lehrkräfte.

Mit Blick auf die Corona-Pandemie sagte Dotzel in seiner Ansprache, die weltumspannende Krankheits-Krise zeige, wie sehr alles voneinander abhänge – „Im Guten wie im Schlechten!“ Viren kümmerten sich eben nicht um nationale Grenzen. Das gelte ebenso für alle anderen globalen Herausforderungen. Die Welt müsse zusammenarbeiten, sagte der Bezirkstagspräsident: „Auch die internationale Zusammenarbeit beginnt im Kleinen.“ Der Bezirk Unterfranken habe sich deshalb einer Partnerschaft mit dem Departement Calvados verschrieben. Die jungen Menschen aus den Gymnasien und Realschulen, die er heute mit dem Partnerschaftspreis auszeichne, „haben alle einen wesentlichen und nachhaltigen Beitrag zur Vertiefung der deutsch-französischen Beziehungen beigetragen“, so der Bezirkstagspräsident weiter. 

Den ersten Preis teilen sich in diesem Jahr zwei Gymnasien, nämlich das Deutschhaus Gymnasium in Würzburg und das Gymnasium – Landschulheim Wiesentheid. Wie der Bezirkstagspräsident in seiner Laudation sagte, habe das Deutschhaus Gymnasium die Jury insbesondere dadurch beeindruckt, „wie durchdacht bei diesem seit 2016 bestehenden Schüleraustausch die Projekte sind.“ Bemerkenswert sei aus Sicht der Jury zudem das hohe Maß an Selbstständigkeit und Eigeninitiative, das Schülerinnen und Schülern abverlangt werde. Die Jury lobte darüber hinaus das hohe Engagement der Lehrkräfte. Am Landschulheim Wiesentheid imponierte der Jury nicht zuletzt die internationale Ausrichtung des Gymnasiums. Die ungemein engagierte Französisch-Fachschaft lasse Frankreich und die französische Sprache in ihren verschiedenen Facetten lebendig werden, betonte Dotzel in seiner Laudatio.

Die Mädchenrealschule der Dillinger Franziskanerinnen Volkach, die den zweiten Preis erhielt, konnte mit einem „ganzen Strauß deutsch-französischer Aktivitäten“ aufwarten. Als Beispiele dafür nannte Dotzel die Organisation eines deutsch-französischen Tages oder die Teilnahme am „Cinéfête“. Im Schulunterricht würden französische Theaterstücke geprobt oder etwa die Feinheiten der französischen Küche entdeckt, so Dotzel weiter.

Den dritten Preis holte sich schließlich das Alexander-von-Humboldt-Gymnasium Schweinfurt, das die Jury nicht zuletzt durch seinen facettenreichen Schüleraustausch und einen kontinuierlichen Aufbau der Freundschaften zwischen den Deutschen und den Franzosen beeindruckte. Dem grenzüberschreitenden Schüleraustausch gingen jeweils intensive Kontakte zwischen den Austauschpartnern voraus – etwa über Soziale Medien, Briefverkehr, Weihnachtskarten, Schreibaufträge innerhalb des Französischunterrichts oder Info-Videos über die eigene Stadt, betonte der Bezirkstagspräsident.

Die Glückwünsche des Partnerschaftskomitees überbrachte dessen erster Vorsitzender Werner Elsässer. Er betonte die Bedeutung von Schüleraustausch-Projekten. Es sei so wichtig, nicht nur die französische Sprach zu lernen, sondern auch Land und Leute zu kennen und Freundschaften zu schließen: „Das ist es, was Europa braucht!“, sagte Elsässer.

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Um die Beziehungen zu Frankreich zu fördern, hat der Bezirk Unterfranken im Jahr 2002 den Partnerschaftspreis ins Leben gerufen. Bei jährlich wechselnden Zielgruppen wurden mit dem Preis bislang die besonderen Verdienste um die deutsch-französischen Partnerschaften auf Bezirks- und Gemeindeebene gewürdigt. Der Partnerschaftspreis wird in zwei Formen ausgereicht: Im Abstand von fünf Jahren wird ein Preis in Höhe von 10.000 Euro für kommunale Gebietskörperschaften ausgeschrieben, für den sich alle Gemeinden, Städte und Landkreise bewerben können. In den dazwischenliegenden vier Jahren wird jährlich ein Partnerschaftspreis in Höhe von 5.000 Euro für eine bestimmte vom Partnerschaftskomitee des Bezirkstags von Unterfranken festgelegte Zielgruppe ausgeschrieben. So wendet sich im kommenden Jahr der Partnerschaftspreis an Grund- und Mittelschulen, an Förderschulen sowie an berufliche Schulen. Neu ist ab dem kommenden Jahr, dass der Preis dann auf alle unterfränkischen Partnerschaften in den verschiedenen EU-Mitgliedsländern ausgeweitet wird.

Die Unterlagen für die nächste Ausschreibung dazu finden Sie hier:
https://www.bezirk-unterfranken.de/unsere-leistungen/partnerschaft/foerderung/neuer-ordner/21007.Partnerschaftspreis-des-Bezirks-Unterfranken.html

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