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1, 2, 3, Action (7. Oktober)

Aller guten Dinge sind drei – Mit Spaß und Theater Französisch entdecken

Schauspieler, Regisseur und Theaterpädagoge Vincent Simon leitete den Workshop für die zehn Teilnehmerinnen im Bezirksverwaltungsgebäude (Foto: Léonie Henry)

Würzburg. (Burdack) Nach zwei Corona-bedingten Absagen im April und Juli konnte das Partnerschaftsreferat am 7. Oktober endlich seinen französischen Theaterworkshop für Frühfranzösischlehrkräfte anbieten.

Der aus Berlin angereiste und aus der Bretagne stammende französische Schauspieler, Regisseur und Theaterpädagoge Vincent Simon leitete die zehn Teilnehmerinnen in einem dreistündigen, sehr  lebendigen Workshop mit einer Vielzahl von Spielen und Übungen an, Körper, Stimme und Mimik kreativ einzusetzen und ermutigte sie, keine Scheu zu haben, sich auch mal zum „Affen zu machen“.

Alle Aktivitäten, die er vorstellte, können im Unterricht an verschiedene Altersstufen angepasst und je nach dem Französischsprachniveau der Kinder variiert werden. Der Spaß am Tun, die körperliche Beteiligung und das Spiel mit der Vorstellungskraft führen nahezu nebenbei dazu, die Fremdsprachkompetenzen anzuwenden, zu erweitern, und zu vertiefen.

Ausgestattet mit transparenten Masken, durch die die Gesichter deutlich sichtbar waren, folgten die Teilnehmerinnen zunächst im Kreis stehend den Anweisungen von Vincent Simon. Durch kurzweilige Aufwärmspiele wie leicht sportliche Lockerungsübungen für den Körper, chorischem und rhythmischem Sprechen von einfachem Vokabular mit Bewegungen und ersten „Einzelauftritten » bei der Vorstellungsrunde  Je m’appelle… verschwanden die Anfangshemmungen spürbar.

Bei dem Spiel « Samurai » mit viel Stimme und Körpereinsatz beim Führen eines imaginären Schwertes, war vor allem die Ausdruckstärke, Schnelligkeit und Konzentration gefragt. Ha, Ho, Hi – hallte es mehr oder minder rhythmisch synchron durch den Raum

So scheute sich im Anschluss niemand mehr bei der « Tour der Monster » die scheußlichsten Grimassen und damit auch sich selbst in Lächerliche zu ziehen.

Imaginäre Gegenstände und Emotionen mit viel Gestik und Mimik – und mit Abstand - weiterzugeben, machte Spaß und förderte das Einstellen auf die Mitspielerinnen.

Kurzweilig weiter ging es mit Aktivitäten für Kleingruppen wie der gemeinsamen pantomimischen Umsetzung von Begriffen. Es folgten kleine, gespielte Dialoge und es zeigte sich, dass man auch mit einem (noch) kleinen Wortschatz vielfältig kommunizieren und vieles ausdrücken kann – zur Not auch mit Händen und Füßen. Auf den „Stühlen der Emotionen“ wurden kurze Szenen mit verschiedenen emotionalen Färbungen gespielt: wütend, traurig, froh, wobei der Ausdruck der  Emotion von der nächsten Spielerin immer noch ein bißchen gesteigert  werden mussste – mit Stimme, Mimik, Gesichtsausdruck und ganzem Körpereinsatz.

Wenn Spaß, Spontanität und Kreativität scheinbar im Mittelpunkt stehen, lernen die Kinder viele Wörter auf Französisch und trauen sich, diese in der Sprachpraxis auch anzuwenden. Vincent Simon begeisterte mit seinem vielseitigen Workshop und zahlreichen Tipps aus der Praxis mit Schülergruppen für den Einsatz von szenischen Elementen beim Französischlernen. Alle Teilnehmerinnen konnten in der sehr lockeren und entspannten Atmosphäre zahlreiche  Anregungen und Spiele mitnehmen, die sie in der  Praxis umzusetzen können,  um  Freude an der französischen Sprache zu  vermitteln.

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