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Deutsch-Französische Partnerschaft geht auch online (25. November 2020)

Video-Seminar für Jugend-Betreuer – Infos zum Deutsch-Französischen Bürgerfonds

„Jugend ohne Grenzen“ lautet der Titel dieses Archivbildes. Es zeigt junge Leute aus Goldbach am Strand von Courseulles-sur-Mer. Derzeit setzt allerdings die Corona-Pandemie nicht nur den Jugendlichen in Europa enge Grenzen. (Foto: Peter Urbin)

Würzburg. (mm) Seminare für die Betreuerinnen und Betreuer deutsch-französischer Jugendbegegnungen sind nichts Ungewöhnliches. Seit sechs Jahren organisiert das Partnerschaftsreferat des Bezirks solche Fortbildungsveranstaltungen. Neu war hingegen, dass in diesem Jahr die Tagung online stattfand. An der Aktualität des Themas tat dies indes keinen Abbruch. Der aus München zugeschaltete Münchner Rechtsanwalt Stefan Obermeier sprach über „rechtliche Fragestellungen rund um den deutsch-französischen Jugendaustausch“.

Im Umgang mit Jugendlichen lauern nämlich etliche Fallstricke auf das ehrenamtlich tätige Aufsichtspersonal, wie der Jurist, der selber in der deutsch-französischen sowie in der internationalen Jugendbegegnung aktiv war, den dreizehn Seminarteilnehmerinnen und Teilnehmern verdeutlichte. Wichtig sei es daher, Bescheid zu wissen über die gesetzlichen Grundlagen der Aufsichtspflicht und eventuelle Haftungsfragen. Darüber hinaus erläuterte Obermeier den Zuhörerinnen und Zuhörern, die zu Hause an ihren Computermonitoren in Aschaffenburg, Ebern, Miltenberg, Mömlingen, Randersacker, Schwarzach und Waigolshausen dem Vortrag folgten, welche persönlichen und fachlichen Anforderungen an Aufsichtspersonen gestellt werden. Insbesondere spielen dabei die Grundlagen des Jugend- und Datenschutzes eine entscheidende Rolle, wie die Tagungsteilnehmerinnen und Teilnehmer, die im Rahmen von Kommunalpartnerschaften ehrenamtlich im Jugendaustausch engagiert sind, oder die als Französischlehrerinnen und Französischlehrer den Schüleraustausch in ihren Schulen organisieren, erfuhren. Auch der Popularmusik-Beauftragte des Bezirks, Benjamin Haupt, gehörte zu den aufmerksamen Zuhörern – schließlich überwindet Popmusik alle Grenzen!

Der Überwindung von Grenzen dient auch der Deutsch-Französische Bürgerfonds, der im vergangenen April, mitten in der ersten Corona-Welle, an den Start gegangen war. In Zusammenarbeit mit dem Partnerschaftsreferat des Bezirks präsentierte sich der Fonds jetzt (25. November) in Form eines Online-Seminars. Mit an Bord waren erstmals auch die Bezirke Mittelfranken, Niederbayern und Schwaben, die – so wie er Bezirk Unterfranken – Regionalpartnerschaften in französischen Departements und Regionen pflegen.

Benjamin Kurc, der Leiter des Bürgerfonds, dessen Aufgabe es ist, die deutsch-französische Freundschaft auf zivilgesellschaftlicher Ebene zu stärken, und die beiden Projektbeauftragten Heike Hartmann und Karin Passebosc veranschaulichten in einer PowerPoint-Präsentation den Aufbau des Projekts, das 2019 im Zuge des deutsch-französischen Vertrages von Aachen vereinbart worden war. Beide Länder hätten den Bürgerfonds mit 2,4 Millionen Euro ausgestattet, um damit Bürgerinitiativen, Vereine, Städte- und Regionalpartnerschaften, Stiftungen oder Akteure aus Sozialwirtschaft, Bildung und Wissenschaft, zu unterstützen, die sich für die deutsch-französische Freundschaft und ein lebendiges Europa engagieren. Aktuell befinde sich der Fonds in einer dreijährigen Pilotphase und werde vom Deutsch-Französischen Jugendwerk (DFJW) umgesetzt, wie es weiter hieß. Wenn die Pilotphase erfolgreich verlaufe, solle der Bürgerfonds weitergeführt und aus dem DFJW ausgekoppelt werden.

Besonders interessant waren für die rund 45 Seminar-Teilnehmerinnen und Teilnehmer die praktischen Hinweise und die Fördermodalitäten, denn der Bürgerfonds ermöglicht es, ohne großen Aufwand Fördermittel für verschiedene Projekte einzuholen.

Nähere Informationen unter https://www.buergerfonds.euexterner Link

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