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Eine Küchen-Fibel fürs Traditions-Bewusstsein (3. Dezember 2020)

Bezirk Unterfranken und Kauzen Bräu präsentieren „Fränkische Festtagsrezepte“


Bezirkstagspräsident Erwin Dotzel hat auf seinen Reisen schon viele kulinarische Spezialitäten gekostet. Ganz besonders liegt ihm aber die fränkische Küche am Herzen.
 

Würzburg/Ochsenfurt. (mm) Es sei an der Zeit, sich wieder der traditionellen unterfränkischen Küche zu erinnern. Das schreiben die Autoren eines neuen Kochbuchs, das jetzt unter dem Titel „Fränkische Festtagsrezepte“ bei Spurbuchverlag Baunach erschienen ist. Der Bezirk Unterfranken und die Ochsenfurter Kauzen Bräu hatten sich bereits zu Beginn des Jahres zusammengetan, um Rezepte „aus der guten alten Zeit“ zu sammeln. „Gerade bei uns in Unterfranken wusste man seit alters her, dass der Genuss wohlschmeckender Speisen und darauf abgestimmter Getränke dem Körper und der Seele guttun“, schreibt Bezirkstagspräsident Erwin Dotzel in seinem Vorwort. „Die Rezepte haben Menschen beigesteuert, die in unserer Region wohnen“, betont Kauzen-Juniorchef Jacob Pritzl in seinem Grußwort.

Klassiker der fränkischen Küche wie „Moustsuppe“, „Hosepfaffer“ und „Blaue Zipfel“ fehlen in der reich illustrierten Rezeptsammlung ebenso wenig wie ausgezogene Krapfen, Trautmannsdorfer Reis und andere Leckereien als Nachtisch. Etliche Anekdoten rund ums Essen sowie zahlreiche Tipps und hilfreiche Kniffe ergänzen die mit viel Liebe zum Detail zusammengestellte Küchen-Fibel. Früher wäre kein Weihnachtsfest, kein Jubiläum, kein Jahrestag denkbar gewesen ohne den Dreiklang aus Suppe, Hauptgang und Nachtisch. Diesem kulinarischen Fahrplan folgten auch die meisten Unterfränkinnen und Unterfranken, die sich mit ihren alten Aufzeichnungen an der Publikation beteiligt haben.

Unter ihnen der unterfränkische Dialektverein, der sich neben den Regionalsprachen auch der ländlich-bäurisch geprägten Küche widmet, das Pflegeteam des Seniorenheims Sinntal in Bad Brückenau, das auf den reichen Erfahrungsschatz ihrer Heim-Bewohner zurückgreifen konnte, oder die Fischzucht Gerstner aus Obervolkach, die die Sammlung um einige Spitzen-Fischrezepte bereicherte. In den alten Aufzeichnungen seiner Urgroßmutter fand Kauzen-Chef Karl-Heinz Pritzl schließlich das Rezept für eine sagenhafte Spargelsuppe.

Auf lediglich 48 Seiten ist es den Herausgebern somit gelungen, einen kleinen Schatz kulinarischer Köstlichkeiten zu heben, ehe all die wunderbaren Rezepte „aus der guten alten Zeit“ endgültig auf Dachböden oder Kellerabteilen, in alten Schränken und Schreibtischschubläden, in handgeschriebenen Büchern und Loseblattsammlungen für immer verschwinden.
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„Fränkische Festtagsrezepte. Gesammelte Rezepte aus der guten alten Zeit“, ISBN 978-3-88778-027-2, Hardcover,  1. Auflage Dezember 2020, 48 Seiten, 9,60 Euro, erhältlich im Buchhandel oder im Spurbuchverlag, Am Eichenhügel 4, 96148 Baunach, www.spurbuch.deexterner Link

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