Für Europa ist man nie zu jung (21. August 2025)
Bezirkstagspräsident Funk auf Sommertour mit dem Referat für Europäische Partnerschaften
Auf Sommertour im Schullandheim Hobbach: Bezirkstagspräsident Stefan Funk und seine Begleiterinnen und Begleiter. (Foto: Mauritz)
Laufach/Würzburg. (mm) So viel Europa auf einem Fleck erlebt man selten. Jeweils acht Jugendliche aus dem französischen Sainte Eulalie, dem spanischen Yepes und dem unterfränkischen Laufach trafen sich jetzt eine Woche lang zu einer trinationalen Jugendbegegnung im Schullandheim Hobbach. Von diesem Akt der Völkerverständigung überzeugte sich Bezirkstagspräsident Stefan Funk am Donnerstag (21. August) bei seiner Sommertour mit dem Referat für Europäische Partnerschaften.
Gerade mit Blick auf die momentane weltpolitische Lage seien solche Begegnungen enorm wichtig, sagte Funk an die Adresse der Teilnehmerinnen und Teilnehmer. Hier zeige sich, dass es trotz aller Unterschiede, trotz regionaler Besonderheiten, trotz vieler verschiedener Sprachen ein europäisches Bewusstsein gebe. Die jungen Menschen, die hier in Hobbach zusammengekommen seien, verstünden sich über alle nationalen Grenzen hinweg, so Funk.
Zu diesem gegenseitigen Verständnis trug sicherlich auch bei, dass es bei dem pädagogischen Programm im Roland-Eller-Umweltzentrum um Herausforderungen ging, mit denen sich die europäische Jugend von heute ganz massiv konfrontiert sieht. Das Umweltzentrum auf dem Gelände des Schullandheims bot beste Voraussetzungen, sich mit Ökologie und Umweltschutz auseinanderzusetzen: ein professionell ausgestattetes Umweltlabor und eine naturnahe Umgebung am Ufer der Elsava mit Streuobstwiesen und frischen Wäldern.
Entsprechend eifrig waren die Jugendlichen bei der Sache, als es etwa um die „Welt der Insekten“ ging. Aufmerksam hockten sie auf den Bänken, die vor dem Gebäude aufgestellt waren, und warteten gespannt auf das Kommende. Ein farbiger Reigen aus bunten T-Shirts und Sneakers in allen Farben – und mitten unter ihnen die Besuchergruppe, die den Bezirkstagspräsidenten auf seiner Sommertour begleitete: die Bezirkstagsmitglieder Andrea Stürmer, Gerhard Müller und Michael Schwing. Zudem Wolfgang O. Hugo als Beratendes Mitglied in der Kommission für Europäische Partnerschaften, Bürgermeister Friedrich Fleckenstein sowie der Partnerschaftspräsident der Gemeinde Laufach, Matthias Seyberth.
Gespenstisch wurde es plötzlich, als eine der Referentinnen allerlei lebendes Anschauungsmaterial aus den mitgebrachten Schachteln holte: Stabheuschrecken, die dürren Ästchen zum Verwechseln ähneln, und so genannte „Wandelnde Blätter“, die genauso aussehen, wie sie heißen. Berührungsängste kamen in dieser Lehrstunde aber nicht auf, auch nicht, als es darum ging die kleinen Tierchen über Unterarme und Jackenärmel krabbeln zu lassen.
Völkerfreundschaften entstünden eben nicht nur bei offiziellen Gedenkfeiern, erklärte Stefan Funk vor dem Hintergrund der staunenden und lachenden Schar junger Leute. „Völkerfreundschaften bestehen zum großen Teil aus dem ganz normalen Alltag!“ Durch Kommunalpartnerschaften, wie sie vom Bezirk Unterfranken gepflegt und gefördert würden, kämen die Menschen zusammen. Bei Jugendbegegnungen erhielten die Erwachsenen von morgen die Chance, die verschiedenen Kulturen, Sprachen und Lebensstile anderer europäischer Länder kennenzulernen. Der Bezirk Unterfranken fördere diese Jugendbegegnungen nicht zuletzt mit dem Dr.-Franz-Gerstner-Stipendium oder der Teilnahme am Freiwilligendienst im Rahmen des Europäischen Solidaritätskorps. Auch die trinationale Jugendbegegnung im Schullandheim Hobbach werde vom Bezirk gefördert, kündigte Funk an.
Susanne Holzheimer, beim Bezirk Unterfranken die zuständige Referentin für Europäische Partnerschaften, und ihre Kollegin Emma Schneider erläuterten die Stärken der Gemeinde Laufach in Sachen Partnerschaft. Seit 1974 bestünde eine Kommunalpartnerschaft mit Sainte Eulalie im Südwesten Frankreichs und seit 2009 eine Städtefreundschaft mit Yepes in der Provinz Toledo. Für ihre vorbildliche Partnerschaftsarbeit habe die Gemeinde bereits zweimal einen der vom Bezirk ausgelobten Preise bekommen: 2022 den zweiten Preis in der Zielgruppe „Kommunale Gebietskörperschaften“ und 2023 den ersten Preis in der Zielgruppe „Jugend“. Bereits seinerzeit würdigte die Jury die trinationale Jugendbegegnung, die in diesem Jahr zum fünften Mal stattfand, als „innovativ“ und „beeindruckend“.
Begonnen hatte die Präsidenten-Tour mit einem gemeinsamen Rundgang über das weitläufige Gelände des Landschulheims. Die einzelnen Gebäude gruppieren sich zu einem kleinen Dorf mit einem einladenden Innenhof. Wie Markus Seibel, der Geschäftsführer des Schullandheims, erläuterte, verfüge die Anlage über insgesamt 145 Betten, drei Speiseräume, fünf Unterrichtsräume, Praktikumsräume, Werkraum, Sporthalle, einen Spielplatz, eine Seilbahn und vieles mehr – und nicht zuletzt über einen Hochseilgarten mit Teambildungsbereich.
Ansprechpartner:
Zimmernummer: O 56
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