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„Griffel, Füller, Tintenkiller“ (30. April 2014)


Sonderausstellung zu Landschulen nach 1945 in den Museen Schloss Aschach


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Zahlreiche Exponate sind in der Schau zum Thema "Griffel, Füller, Tintenkiller" in der Museumsscheune des Aschacher Volkskundemuseums ausgestellt. (Foto: Bezirk Unterfranken)
 

Aschach. (Eig.Ber.) „Griffel, Füller, Tintenkiller“ – der Titel der aktuellen Sonderausstellung in Schloss Aschach bringt die Entwicklung der Volksschulen im ländlichen Bayern nach dem Zweiten Weltkrieg auf eine griffige Formel. Innerhalb weniger Jahrzehnte wurden die alten Schulhäuser mit nur ein oder zwei Klassenzimmern von modernen, zweckmäßigen Schulgebäuden abgelöst. Das Abc wurde nicht länger mit dem Griffel auf die Schiefertafel gekratzt, sondern mit klecksfreien Füllern feinsäuberlich ins Schulheft geschrieben – und wenn doch mal etwas daneben ging, dann half eben der beliebte Tintenkiller.

Kein Wunder, dass bei soviel Retrospektive gleich zur Eröffnung der Ausstellung in der Museumsscheune des Aschacher Volkskundemuseums dichtes Gedränge herrschte. Museumsleiterin Annette Späth wies in ihrer Begrüßung auf die enormen Veränderungsprozesse hin, die nicht nur im Schulbereich speziell die sechziger Jahre prägten. In diesem Zusammenhang erwähnte Bezirksheimatpfleger Prof. Dr. Klaus Reder, dass jene Jahre auch das Aus für die Konfessionsschulen mit sich brachten. Bezirksrätin Karin Renner merkte an: „Heute orientiert man sich an den Grundschulen wieder hin zu mehreren Jahrgängen in einer Klasse.“ Die Leiterin des Fränkischen Freilandmuseums Fladungen, Sabine Fechter, freute sich über die gelungene Kooperation der verschiedenen Museen, die die Ausstellung erst möglich gemacht habe.

Die Sonderausstellung „Griffel, Füller, Tintenkiller“ ist entstanden in Zusammenarbeit des Fränkischen Freilandmuseums Bad Windsheim, des Fränkischen Freilandmuseums Fladungen, des Kirchenburgmuseum Mönchsondheim, der Museen Schloss Aschach und des Rieser Bauernmuseums Maihingen. Zahlreiche Exponate und viele zum Teil unveröffentlichte Bilder aus dem Schulalltag veranschaulichen die Entwicklung der Volksschulen im ländlichen Bayern von 1945 bis 1970 – einer Zeit voller Umbrüche und gravierender Veränderungen auch aus pädagogischer und bildungspolitischer Sicht. Saßen die Schülerinnen und Schüler nach dem Kriegsende in den Dorfschulen noch auf alten Holzbänken, so boten die neuen Verbandsschulen wenige Jahrzehnte später großzügige Räume, Turnhallen, Hallenbäder, Werkräume, Sprachlabor, Schulküchen und vieles mehr, was heute selbstverständlich ist.

 

Die Ausstellung „Griffel, Füller, Tintenkiller – Volksschulen im ländlichen Bayern 1945-1970“ ist zu sehen bis zum 31. Oktober 2014 in der Museumsscheune des Volkskundemuseum der Museen Schloss Aschach. Öffnungszeiten: dienstags bis samstags von 15:30 Uhr – 17:00 Uhr sowie an Sonn- und Feiertagen von 12:30 Uhr – 14:00 Uhr und von 15:30 Uhr – 17:00 Uhr. Am 11. Mai und am 20. Juli finden um 15:15 Uhr offene Sonderführungen zur Ausstellung statt. Führungen und Aktionsprogramme sind auch außerhalb der Öffnungszeiten möglich.

Weitere Informationen unter  www.museen-schloss-aschach.deexterner Link

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