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Sanierung der Meisterschule Ebern geplant (5. November 2014)


Verbandsumlage steigt – Schreiner-Beruf nach wie vor begehrt
 

Würzburg. (mm) Nach bald zehn Jahren stabiler Verbandsumlagen muss sich der Zweckverband Meisterschule Ebern für das Schreinerhandwerk auf höhere Zahlen gefasst machen. Dies machte Geschäftsleiter Rainer Klingert bei der Verbandsversammlung am vergangenen Montag (3. November) deutlich. „Neben den seit Jahren steigenden Ausgaben wirft nun die ins Auge gefasst Sanierung der Schule ihre Schatten voraus“, betonte Klingert.

Die 1984 gegründete Schule zählt mit ihren maximal sechzig Schülern zu den kleinen Fachschulen Bayerns und konzentriert sich ganz auf die Meisterfortbildung für Schreiner und Tischler. Schulträger ist der Zweckverband Meisterschule Ebern für das Schreinerhandwerk mit Sitz in Würzburg. Hauptgeldgeber ist der Bezirk Unterfranken, der 72 Prozent der ungedeckten Kosten übernimmt, der Landkreis Hassberge trägt zwanzig Prozent und die Stadt Ebern sechs Prozent. Der Fachverband Schreinerhandwerk steuert einen Festbetrag von 5.113 Euro zu den jährlichen Ausgaben bei, wie Bezirkstagspräsident Erwin Dotzel als Vorsitzender des Zweckverbandes erläuterte. Für die 18-monatige Vollzeit-Fortbildung wird kein Schulgeld erhoben. „Und das soll auch so bleiben“, betonte Dotzel.

Die Verbandsumlage werde sich im nächsten Jahr auf 480.800 Euro belaufen, sagte Klingert bei der Vorstellung des Haushalts. 300.000 Euro erwartet der Geschäftsleiter an Lehrpersonalzuschüssen und 175.000 Euro in Form von Gastschulbeiträgen. Insgesamt seien im Verwaltungshaushalt Einnahmen und Ausgaben in Höhe von 1.082.200 Euro geplant. Größere Klarheit über die Sanierung des Gebäudes und das damit zusammenhängende Volumen der Baumaßnahmen erhofft sich Klingert von der Verbandsversammlung im kommenden Januar.

In jedem Fall werde es „wohl doch eine größere Maßnahme“, wie Bezirkstagspräsident Dotzel anmerkte. Bei einem Ortstermin Mitte Oktober habe man über eine behindertengerechte Erschließung des Schulgebäudes und des Wohnheims gesprochen sowie über energetische Maßnahmen am Werkstattgebäude, außerdem über strukturelle, brandschutztechnische und energetische Maßnahmen beim Verwaltungsgebäude. Eventuell stünde auch eine Generalsanierung oder sogar ein Neubau des Wohnheims im Raum, wie Dotzel sagte. Mit dem Baubeginn sei voraussichtlich nicht vor 2016 zu rechnen.

Keine Sorgen müssen sich die Verbandsmitglieder hingegen um die Nachfrage nach den Ausbildungsplätzen machen. Der Beruf des Schreiners habe ein sehr hohes Image, sagte Konrad Steininger vom Fachverband Schreinerhandwerk. Die Meisterschule werde deshalb auch in Zukunft gebraucht. Ein Problem sah er allerdings in der Anerkennung des Meistertitels – und der Diskussion, inwieweit man einen Meistertitel als Zulassungsvoraussetzung noch brauche.
 

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