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„Damit die bösen Keime keine Chance haben“ (17. März 2015)


Oberpleichfelder Kindergarten zu Besuch in der Orthopädischen Klinik König-Ludwig-Haus


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Im Handumdrehen konnte Oberarzt Dr. Maik Hoberg die jungen Besucherinnen und Besucher aus Oberpleichfeld für medizinische Fragen begeistern. (Foto: Mauritz)
 

Würzburg. (mm) Auch Puppenkinder brauchen dann und wann ärztliche Betreuung. Unter diesem Gesichtspunkt statteten am vergangenen Dienstag (17. März) elf Mädchen und Buben aus dem Oberpleichfelder Kindergarten der Orthopädischen Klinik König-Ludwig-Haus (KLH) in Würzburg eine Stippvisite ab. Dem Oberarzt Dr. Maik Hoberg, der die jungen Besucherinnen und Besucher im Handumdrehen für medizinische Fragen begeisterte, ging es bei der Aktion freilich mehr darum, den Vorschulkindern die Angst vor Krankenhäusern und Klinikärzten zu nehmen – „für den Fall der Fälle“, wie er augenzwinkernd hinzufügte.

Aus dem OP-Saal hatte Hoberg etliche Original-Utensilien mitgebracht, denn ein medizinischer Eingriff will gründlich vorbereitet sein. „Deswegen dauern Operationen auch immer so lang!“, erklärte er. Als allererstes wurde der Behandlungstisch sorgfältig mit einem speziellen Papiertuch abgedeckt, um den „bösen Keimen“ keine Chance zu lassen, „jemanden krank zu machen“, wie der Arzt seinen Zuhörern erläuterte. Dann durften Ben und Clara, zwei der jungen Oberpleichfelder, in einen echten OP-Kittel schlüpfen, bekamen noch ein Häubchen verpasst und einen Mundschutz umgebunden, bis nur mehr zwei Paar neugierige Kinderaugen zu sehen waren. Zwei Gummihandschuhe, die für Kinderhände eigentlich viel zu groß waren, bildeten den Abschluss. Und weil auch medizinische Behandlungstische für richtig große Leute gedacht sind, brachte Hoberg eine Sitzbank an, auf der sonst KLH-Patienten auf ihre Behandlung warten. Dank dieses Möbels konnten Ben und Clara so richtig loslegen.

Angeleitet von Maik Hoberg und von ihren Kindergarten-Kameraden genau beobachtet, schraubten die beiden Puppen-Doktoren dem „Patienten“ einen speziellen Draht in den linken Fuß, ganz so wie bei einer richtigen OP. Nur eine örtliche Betäubung war in diesem Fall nicht notwendig – das Püppchen ertrug alles mit Fassung. Und weil im Spielzeugland auch die schlimmsten Wunden ganz schnell heilen, konnte der Draht nach einer kurzen Prüfung wieder entfernt werden. Ein Heftpflaster auf den Fuß gab’s dann aber trotzdem.

Aber nicht nur Spielzeug-Puppen wurden von den Oberpleichfelder Kindern verarztet. Schließlich werden im König-Ludwig-Haus auch Knochenbrüche behandelt. Und so demonstrierte Maik Hoberg den Buben und Mädchen, wie man nach allen Regeln der medizinischen Kunst einen Gipsverband anlegt – und vor allen Dingen, wie man ihn wieder loswird. Nämlich mit einer Säge, die zwar gefährlich laut kreischt, aber völlig harmlos ist. Man kann sich mit ihr nicht schneiden, wie der Arzt den Buben und Mädchen vormachte. Auch diese Botschaft war eindeutig: Keine Angst vor Krankenhäusern und Klinikärzten!
 

Die Orthopädische Klinik König-Ludwig-Haus ist eine Einrichtung des Bezirk Unterfranken und zugleich traditionsreicher Lehrstuhl für Orthopädie der Universität Würzburg, so dass hier Wissenschaft, Lehre und Forschung mit der Praxis eine effiziente Verbindung eingehen. Mit ihrem modernen Operationstrakt, drei aseptischen Sälen und einem septischen Saal, funktionsgerechter Diagnostik – Röntgen und Ultraschall, einer Politklinik mit Ambulanz und der physikalischen Therapie ist die Klinik auf einem hohen medizinisch-technischen Niveau.
 

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