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Dotzel: Es lohnt sich, für die Inklusion zu kämpfen (22. September 2015)


Startsignal für Fachbereich „INklusiv! Gemeinsam arbeiten“ der Mainfränkischen Werkstätten

INklusionAuftakt2015

Im großen Sitzungssaal des Bezirkstags-Gebäudes eröffnete Bezirkstagspräsident Erwin Dotzel die Auftaktveranstaltung für den neuen Fachbereich „INklusiv! Gemeinsam arbeiten“ der Unternehmensgruppe Mainfränkische Werkstätten. (Foto: Mauritz)
 

Würzburg. (mm) „Arbeit ist mehr als Broterwerb. Arbeit bedeutet Selbstverwirklichung.“ Mit diesem Zitat hat Bezirkstagspräsident Erwin Dotzel am Dienstag (22. September) die Auftaktveranstaltung für den neuen Fachbereich „INklusiv! Gemeinsam arbeiten“ der Unternehmensgruppe Mainfränkische Werkstätten im großen Sitzungssaal des Bezirkstags-Gebäudes eröffnet. Wichtig sei ihm dabei, dass dieses Wort des früheren Bundesarbeitsministers Norbert Blüm für alle Menschen gelte. „Auch Menschen mit Behinderung finden in ihrer Arbeit Selbstverwirklichung“, betonte der Bezirkstagspräsident.

Dotzel erinnerte in diesem Zusammenhang daran, dass der Bezirk Unterfranken als erster der sieben bayerischen Bezirke bereits im Jahr 2007 ein Modellprojekt zur „Eingliederung behinderter Menschen aus den Werkstätten in den allgemeinen Arbeitsmarkt“ ins Leben gerufen habe. Zudem habe Unterfranken zusammen mit den anderen Bezirken, dem Sozialministerium, der Regionaldirektion Bayern der Bundesagentur für Arbeit und dem Zentrum Bayern Familie und Soziales inzwischen noch ein weiteres Modellprojekt auf den Weg gebracht, den „Begleiteter Übergang Werkstatt – allgemeiner Arbeitsmarkt“, abgekürzt: BÜWA. Bei all diesen Projekten gehe es darum, erwachsene Menschen mit Behinderung auf ihrem Weg in die betriebliche Arbeitswelt zu begleiten und zu unterstützen.

Dotzel sah diese Entwicklung vor dem Hintergrund der Inklusion, wie sie sich aus der UN-Konvention über die Rechte von Menschen mit Behinderung ergebe. „Die Inklusion ist eine gesellschaftliche Herausforderung, für die es sich lohnt, zu kämpfen!“, sagte Dotzel. Im neuen Fachbereich „INklusiv! Gemeinsam Arbeiten“ der Mainfränkischen Werkstätten sah der Bezirkstagspräsident einen entscheidenden Schritt zur inklusiven Gesellschaft.

Der Aufsichtsratsvorsitzende der Mainfränkischen Werkstätten, Prof. Dr. Ulli Arnold, unterstrich in seinem Grußwort, wie wichtig es sei, für das neue Projekt Mitstreiter zu gewinnen. Mit Blick auf die Einladungskarte zur Veranstaltung im Bezirks-Gebäude, auf der das Foto eines Schienenstranges zu sehen war, sprach er davon, „Mit-Reisende für einen längeren Weg zu finden“. Inklusion sei ein gesamtgesellschaftlicher Auftrag. Die gesamte Gesellschaft sei aufgefordert, Menschen mit Behinderung in ihre Mitte zu holen.

Als Festredner betonte der CSU-Landtagsabgeordnete Joachim Unterländer, der neue Fachbereich beschreite einen Weg, der zukunftsweisend sei, „weil er die Kompetenzen der Werkstätten miteinbezieht“. Aus Sicht des Freistaats sei es eines der primären Ziele der Inklusion, für Beschäftigung in Betrieben des ersten Arbeitsmarktes zu sorgen. „Wir brauchen daher eine noch stärkerer Vernetzung mit der Wirtschaft“, sagte Unterländer, der unter anderem Vorsitzender des Landtagsausschusses für Arbeit und Soziales, Jugend, Familie und Integration der CSU-Fraktion ist. Selbstbestimmtes Leben müsse im Vordergrund sehen, sagte Unterländer. Deshalb sei er vom Erfolg des Projekts überzeugt.

 

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