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Es lebe der kleine Unterschied! (1. Dezember 2015)


Arte-Redakteurin Jeanette Konrad präsentierte die beliebte Sendereihe „Karambolage“


Karambolage2015

Mit viel Witz und höchst unterhaltsam stellte die Arte-Redakteurin Jeanette Konrad im großen Sitzungssaal des Bezirksgebäudes die beliebte Sendereihe „Karambolage“ vor, die wöchentlich die deutsch-französische Unterschiede aufspießt. (Foto: Partnerschaftsreferat)
 

Würzburg. (Eig.Ber.) „Es lebe der kleine Unterschied!“, lässt Erich Kästner den Protagonisten seines Romans „Fabian“ ausrufen, und er spielt dabei auf die Unterschiede von Männern und Frauen an. Aber auch zwischen den Nationen haben die kleinen Unterschiede eine zentrale Rolle. Einmal wöchentlich stellt der deutsch-französische Sender „Arte“ in seiner Sendung „Karambolage“ die Eigenheiten und Kuriositäten der beiden Nachbarländer auf humorvolle, experimentelle oder auch auf freche Weise vor und erklärt deren Hintergründe. Auf Einladung des Partnerschaftsreferats des Bezirk Unterfranken präsentierte vor kurzem die Arte-Redakteurin Jeanette Konrad die Grundsätze dieser beliebten Sendereihe.

Sehr zur Erheiterung der rund neunzig Zuhörerinnen und Zuhörer im großen Sitzungssaal des Bezirksgebäudes hatte die Journalistin einige besonders erfolgreiche Stücke mitgebracht und erläuterte sie dem Publikum. Innerhalb wechselnder Rubriken wie etwa „der Gegenstand“, „das Wort“, „der Brauch“, „das Archiv“, „das Symbol“ werden jeweils unter dem Blickwinkel des Fremden verschiedene interessante etymologische und kulturelle Zusammenhänge oder Unterschiede der deutschen und französischen Alltagskultur nahegebracht. Spielszenen werden durch Bluebox-Verfahren verfremdet und tricktechnisch bearbeitet, bei den Animationen werden oft Collage-Elemente mit Zeichnungen kombiniert. Verwendete Archivaufnahmen bei Bildanalysen erfahren ebenfalls eine grafische Bearbeitung.

Eine feste Instanz am Ende jeder Sendung ist „Das Rätsel“. Ein kurzes Video zeigt eine Alltagsszene, bei der die Zuschauer ein Indiz finden müssen, das zeigt, ob die Szene in Deutschland oder Frankreich aufgenommen wurde. Das kann etwa eine Geschäftsstraße in einer beliebigen Stadt sein. Wer genau hinsieht erkennt eine rote Eule im Bildhintergrund. Es handelt sich also um das Logo des deutschen Verlagshauses Ullstein. Die Szene wurde also in Deutschland aufgenommen. Oder man sieht einen kleinen Fischerhafen. Der könnte geradeso an der Nordsee liegen. Aber an einer Mauerfront erkennt man ein Logo in Form eines Rettungsrings mit dem Aufdruck: CAPA – Coopérative des Artisans Pêcheurs Associés, eine Fischereikooperative. Die Szene stammt aus Frankreich, und zwar aus der Normandie.

Jeanette Konrad arbeitet seit mehr als zehn Jahren für Arte, fast solange, wie es die Sendung Karambolage gibt. In Deutschland wird Karambolage sonntags um 19:30 Uhr im Mehrkanalton (deutsch/französisch) ausgestrahlt, in Frankreich um 20:00 Uhr. Wiederholt wird die Sendung unregelmäßig gegen 6.45 Uhr im Frühprogramm der darauffolgenden Woche. Alle Sendungen der letzten Jahre stehen zudem auf der Homepage der Sendung zur Verfügung. Im Schnitt erreicht Karambolage 80.000 Zuschauer in Deutschland und 500.000 Zuschauer in Frankreich, was damit zu tun hat, dass in Deutschland aufgrund der unterschiedlichen Struktur der Fernsehlandschaft Arte generell weniger als in Frankreich geschaut wird.
 

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