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19488_kulturarbeit

Heinrich Söller

 


Heinrich Söllner 

Foto: Renate Wiener


Kulturpreis des Bezirk Unterfranken in der Legislaturperiode 1982-1986
Preisverleihung am 19. Dezember 1985





Vita

Der in Eltmann am Main geborene Steinbildhauer Heinrich Söller (1903–1997) lebte und arbeitete in Schweinfurt.
1919 machte er eine Ausbildung zum Steinbildhauer, danach wagte er den Schritt an die Städtische Kunstgewerbeschule in München und 1922 wechselte er an die Akademie der Bildenden Künste zu Professor Bernhard Bleeker in München.
Heinrich Söller war von 1928 bis 1933 in München als freischaffender Künstler tätig, ab 1933 in Schweinfurt.
Während eines Bombenangriffs 1944 auf Schweinfurt wurden sein Atelier und viele seiner Jugendwerke zerstört.
Der Bildhauer prägte durch zahlreiche Denkmäler und Skulpturen das Bild der Stadt Schweinfurt nach 1945. Außerdem ist ihm aus der Zeit der 1960er und 70er Jahre die künstlerische Gestaltung einer ganzen Reihe von Kirchen im Bistum Fulda zu verdanken.
Heinrich Söller unternahm Studienreisen unter anderem nach Paris, Rom, Florenz und Venedig.



Würdigung (Auszug aus der Würdigung von Dr. Erich Schneider, Schweinfurt)

„Ein wesentlicher Zweig in Söllers künstlerischem Schaffen ist bis heute die Porträtplastik, darunter besonders das Kinderporträt, geblieben. Meisterhaft versteht es der Künstler, das weiche, noch unbestimmte der kindlichen Persönlichkeit präzise zu charakterisieren. Söllers Porträtköpfe vermögen oft mehr über einen Menschen auszusagen, als viele Worte.“

Die komplette Würdigung von Dr. Erich Schneider, Schweinfurt, können Sie hier nachlesen.



Hauptwerke

Kreuzigungsgruppe Hochaltar in der Pfarrkirche St. Michael und St. Johannes in Eltmann
Madonna in der Pfarrkirche St. Josef in Schweinfurt-Oberndorf
Ehrenmal der Stadt Schweinfurt
Kreuzwegstationen und zwei Reliefs in der Pfarrkirche St. Kilian in Schweinfurt
St. Bonifatius an der Kapelle des Bonifatius Hauses in Fulda (Kopie von 1982 in den Vatikanischen Sammlungen in Rom)
Madonna in der Pfarrkirche Heilig-Geist in Schweinfurt
Türe im südlichen Querschiff des Kiliansdomes zu Würzburg
Altarraumgestaltung der Pfarrkirchen St. Nikolaus in Bergen-Enkheim, St. Bonifatius in Niederbieber, St. Antonius in Edelzell- Engelhelms und St. Michael in Kassel
Rosselenker in der Volksschule in Hünfeld
 



Verwendete Quelle
Internes Aktenmaterial des Bezirk Unterfranken (Registraturvorgang AZ 00004/01-4/94).

Verwendete Literatur
Haak, Peter: Der Bildhauer Heinrich Söller. In: Die Mainleite – Berichte aus Leben und Kultur von 1985. Schweinfurt.
Kern, Josef: Die Bildende Kunst abseits der Zentren. In: Peter Kolb, Ernst-Günter Krenig (Hg.): Unterfränkische Geschichte Bd. 5/2. Würzburg 2002, S. 247-316.
Winterhalter, Katharina: Ein Bonifatius als Geschenk für den Papst. In: Main-Post (Ausgabe Schweinfurt) vom 13.01.2003.
Städtische Sammlungen Schweinfurt (Hg.): Der Bildhauer Heinrich Söller mit einer Einführung von Paul Ultsch. Schweinfurt 1985. (Schweinfurter Museumsschriften Heft 7).
Ultsch, Paul: Fränkische Künstler der Gegenwart: Heinrich Söller. In: Frankenland. Zeitschrift für das Frankenvolk und seine Freunde. Heft 10 (1967), S. 238-241. 


 

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Ansprechpartner:
Prof. Dr. Klaus Reder M.A.
Silcherstraße 5
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Tel: 0931 7959-1424
Fax: 0931 7959-2424