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„Tracht und Mundart sind wichtige Kulturgüter“ (22. September 2019)

Bezirk lud die Freunde der Tracht und der Mundart zum Kulturempfang nach Aschach

Kulturempfang2019

Prächtiges Wetter herrschte beim Kulturempfang auf Schloss Aschach. Das Foto zeigt Bezirkstagspräsident Erwin Dotzel zusammen mit Dr. Joachim Friedrich Graf von Luxburg mit Enkeltochter Maike und Harro Graf von Luxburg mit Frau Brigitte. (Foto: Mauritz)

Aschach. (mm) Der Himmel meinte es ausgesprochen gut mit den Freunden und Förderern von Tracht und Mundart, die der Bezirk Unterfranken am Sonntag (22. September) zu seinem Kulturempfang nach Schloss Aschach geladen hatte. Die mehr als 200, zumeist in bunte Trachten gekleideten Gäste waren ein farbenprächtiger Anblick im Schloss-Innenhof. Und das sommerlich warme Wetter sorgte zusätzlich für Festtagsstimmung.

Gerade in Zeiten der so genannten Globalisierung und mit dem Blick auf die weltweiten Wirtschaftskontakte wollten immer mehr Menschen wissen, wo ihre Wurzeln lägen, betonte Bezirkstagspräsident Erwin Dotzel in seiner Festansprache. Die Pflege der Mundart helfe bei dieser Suche nach Orientierung, und das Tragen von Tracht sei das Bekenntnis zu seiner Heimat.

Mit einer Tracht sei man jederzeit passend angezogen, sagte Dotzel. Schließlich komme es nicht von ungefähr, dass es zumindest in Bayern bei offiziellen Empfängen auf der Einladungskarte heiße: „Smoking, dunkler Anzug oder Tracht.“ Eine Tracht sei also jederzeit eine gute Wahl, wenn es um einen gepflegten oder einen feierlichen Auftritt gehe. „Ich persönlich meine sogar, eine Tracht ist noch viel schöner als ein nichtssagender Smoking für den Herrn oder das für Damen obligatorische kleine Schwarze“, so der Bezirkstagspräsident.

Tracht und Mundart seien wichtige Kulturgüter, machte Dotzel deutlich, denn Trachten und Dialekte spiegelten jene regionalen Besonderheiten und typischen Eigenarten wider, die einen Landstrich erst einmalig und liebenswert machten. Die Pflege der Trachten und der Mundart gehöre zu den klassischen Arbeitsfeldern der bayerischen Bezirke. Der Bezirk Unterfranken verstehe sich als Träger regionaler Kulturarbeit. Dotzel: „Wir sind ein verlässlicher Partner für alle, die sich in Unterfranken für Kunst und Kultur begeistern. Deshalb meine ich, dass dieser jährliche Kulturempfang glänzend in die Zeit passt.“ Der Kulturempfang solle insbesondere jene Persönlichkeiten miteinander ins Gespräch bringen, die sich der Kultur verschrieben haben. Denn die Kulturschaffenden verdienten „unser aller Unterstützung“.

Stellvertretender Landrat Emil Müller (Landkreis Bad Kissingen) betonte die Schönheit von Schloss Aschach. Er wisse das Engagement des Bezirks für dieses „architektonische Kleinod“ sehr wohl zu schätzen, sagte er. Marktgemeinderat Horst Krapf (Bad Bocklet) lobte insbesondere die hervorragende Zusammenarbeit mit den für das Schloss Verantwortlichen.

Mit „Mund-Art“ im wahrsten Sinn des Wortes begleitete Siggi Juhasz musikalisch die Festveranstaltung. Der „singende Zahnarzt“ mit der typisch näselnden Stimme eines Country & Western-Sängers kombinierte soliden Nashville-Sound mit urfränkischen Texten. So nahm er seine Zuhörer mit auf eine Eisenbahnfahrt kreuz und quer durch Unterfranken, erzählte von den Orientierungsproblemen ob all der ähnlich klingenden Namen der kleinen Ortschaften und machte sich seinen ganz eigenen Reim auf Schneewittchen und Lohr am Main. Bei seinem „Arnsteener-Säumarkt-Blues“ sang am Ende sogar der ein oder andere Festtagsbesucher mit.

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