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Blick zurück auf dramatische Jahre (3. Oktober 2019)

Dr. Peter Motsch und Wolfgang O. Hugo erinnerten an die Schicksalsjahre 1989 und 1990

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Auf der Bühne in Halle 11 diskutierten Dr. Peter Motsch (links) und Wolfgang O. Hugo (rechts) mit BR-Moderator Jürgen Gläser über die internationalen Aspekte auf dem Weg zur Deutschen Einheit. (Foto: Mauritz)

Würzburg. (mm) Ganz im Zeichen des Mauerfalls vor dreißig Jahren und der deutschen Vereinigung am 3. Oktober 1990 stand am Donnerstag (3. Oktober) das Bühnenprogramm in Halle 11 auf der Mainfranken-Messe. Unter der Überschrift „Deutschland, Frankreich, Europa – was bewegt die Menschen 2019, was bewegte sie 1989?“ diskutierten Dr. Peter Motsch und Wolfgang O. Hugo mit BR-Moderator Jürgen Gläser über die internationalen Aspekte auf dem Weg zur Deutschen Einheit.

Mit Wolfgang O. Hugo und Dr. Peter Motsch gaben zwei ausgewiesene Kenner der deutsch-französischen Beziehungen Auskunft über jene dramatischen Jahre. Peter Motsch erinnerte in diesem Zusammenhang auch an den Bau der Berliner Mauer, den er als junger Mann erlebt und noch immer in Erinnerung hat. Wichtiger war ihm allerdings, die heutige Sympathie der Franzosen für Deutschland und die Chancen einer weiteren europäischen Integration.

Auch für Wolfgang Hugo war sehr entscheidend, dass die französischen Bürgerinnen und Bürger von Anfang an viel Verständnis für den Wunsch der Deutschen nach einer Vereinigung ihrer beiden Staaten hatten. In der großen Politik sah es möglicherweise ein wenig anders aus, wie Wolfgang Hugo einräumte. Insbesondere Staatspräsident François Mitterrand schien bei allem Engagement für Europa besorgt gewesen zu sein, Deutschland könne in Europa zu mächtig werden. Bei einem Gespräch in Ost-Berlin soll Mitterrand sogar den französischen Schriftsteller François Mauriac zitiert haben: „Ich liebe Deutschland so sehr, dass ich gerne zwei davon habe.“ Von all diesen Befindlichkeiten sei aber heute nicht mehr das Geringste zu spüren, wie Motsch und Hugo versicherten.

Bei den französischen Ausstellern auf der Mainfranken-Messe kam im Lauf des Tages sogar die Frage auf, warum denn die Deutschen ihren Nationalfeiertag nicht mit mehr Verve feierten – etwa so wie die Franzosen ihren 14. Juli?

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