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Dotzel: Wichtiger Beitrag zur europäischen Integration (15. Oktober 2019)

Bezirk verleiht Partnerschaftspreis an Zielgruppe Sport, Soziales, Kultur und Medien

Partnerschaftspreis 2019 Franzosen

Stolz präsentieren die Siegerinnen und Sieger des diesjährigen Partnerschaftspreises ihre Urkunden. Das Foto zeigt Gewinner und Gratulanten gemeinsam mit Bezirkstagspräsident Erwin Dotzel und Alice Heller vom Partnerschatfsreferat. Foto: Hiller

Würzburg. (hil) Den in diesem Jahr mit insgesamt 4.000 Euro dotierten „Partnerschaftspreis für besondere Verdienste um die deutsch-französische Partnerschaft auf Bezirks- und Gemeindeebene“ hat Bezirkstagspräsident Erwin Dotzel am Dienstag (15. Oktober) an die Blaskapelle Aidhausen sowie an die Kolpingfamilie Wiesentheid verliehen. Die beiden Preisträger aus der Zielgruppe „Sport, Soziales, Kultur und Medien“ überzeugten die Jury nicht zuletzt aufgrund ihrer Nachhaltigkeit und ihres herausragenden Engagements.

So gehen die Kontakte der Kolpingfamilie Wiesentheid mit der Stadt Rouillac auf die seit 1972 existierende Partnerschaft zwischen den beiden Städten zurück. Das 25-jährige Jubiläum der Unterzeichnung des Elysée-Vertrags hatte die Kolpingfamilie 1988 zum Anlass genommen, einen Staffellauf in die Partnerstadt zu organisieren. Seitdem habe sich das Projekt permanent weiterentwickelt, wie Dotzel in seiner Laudatio sagte. Nach dem 1988er Staffellauf hätten die Sportler des Rennrad-Vereins aus der Partnerstadt 1989 die Staffel zurück nach Wiesentheid gebracht. „1998 fuhren die Wiesentheider die Staffel per Rad wiederum in die Partnerstadt.“ 2003 sei es dann zu einer Rennrad-Fahrt von Wiesentheid nach Rouillac und 2013 zu einer Lauf- und Radstaffel von Wiesentheid nach Rouillac gekommen. 2017 habe die Kolping-Radgruppe am 45-jährigen Partnerschaftsjubiläum in Rouillac teilgenommen, wo einige Fahrradtouren vor Ort stattfanden. „Und in diesem Jahr war die Kolping-Radgruppe am Partnerschaftstreffen der beiden Gemeinden auf halber Strecke im Jura dabei und nahm am mehreren gemeinsamen Fahrradtouren teil“, lobte Dotzel. Wolfgang Stöcker, erster Vorsitzender der Kolpingsfamilie hob bei seiner Ansprache hervor, dass durch die langjährigen Beziehungen nach Frankreich inzwischen viele Freundschaften entstanden seien. Beim Einzug in Rouillac seien sie mit einem großen Empfang begrüßt worden. „Es war eine sehr herzliche und freundliche Atmosphäre – wir haben uns zu jeder Zeit wohl gefühlt“ schilderte Stöcker die Erlebnisse. Die Jury sei nicht zuletzt von dem hohen Organisationsaufwand und den langen Planungs- und Trainingsphasen beeindruckt gewesen.

„Eigentlich wäre jetzt ein kräftiger Tusch fällig“, sagte Dotzel einleitend bei der Würdigung des ersten Preises, „denn Sieger des diesjährigen Partnerschaftspreises ist die Blaskapelle Aidhausen.“ Die Beziehungen zwischen den Musikern aus Aidhausen und dem Orchester „La Lyre“ von St. Paul 3 Châteaux bestehe offiziell seit 1988. Den äußeren Rahmen hierfür bilde die Partnerschaft zwischen dem Landkreis Hassberge und dem District Tricastin. Die Jury sei insbesondere von der Kontinuität der Beziehung beeindruckt gewesen: „Seit mehr als dreißig Jahren besteht die Partnerschaft zwischen den beiden Orchestern, seit mehr als dreißig Jahren findet ein kontinuierlicher, musikalischer Austausch zwischen den Orchestern statt.“ Dazu gehöre etwa alle zwei Jahre eine Orchesterfahrt, die jeweils mindestens vier Tage dauere. Dabei seien jedesmal vierzig bis sechzig Personen beteiligt – inklusive Gastfamilien! Weil stets auch junge Musikerinnen und Musiker eingebunden würden, sei die Zukunft der Beziehung gesichert. „Sicherlich liegt der besondere Charme dieser Partnerschaft auch darin, dass die Musik als universelle Sprache wirkt“, so der Bezirkstagspräsident. Damit leisteten die Musikerinnen und Musiker über die deutsch-französische Freundschaft hinaus auch einen wichtigen Beitrag für die europäische Integration. Großen Wert legten die Organisatoren darauf, die Musikerinnen und Musiker stets in Gastfamilien unterzubringen. Die erste Vorsitzende der Blaskapelle Aidhausen, Johanna Hochrein, bedankte sich ganz herzlich und merkte an, dass sie das Preisgeld gut gebrauchen können. „Wir werden damit einen Teil unseres nächsten Besuchs in Frankreich 2021 finanzieren“ freute sich Hochrein.

In seiner Ansprache hatte der Bezirkstagspräsident betont, die Europäische Union und die kommunale Familie seien wie zwei Seiten einer Medaille. Beide brauchten einander, und beide gehörten zusammen. „Denn die Begegnungen der Menschen finden an der Basis statt. Nicht in Brüssel und nicht in Straßburg, wo weitreichende Entscheidungen fallen, sondern vor Ort, in den Kommunen“, betonte Dotzel. Der Bezirk Unterfranken fördere daher die Partnerschaft zwischen unterfränkischen und französischen Kommunen nach Kräften.

Den Partnerschaftspreis lobt der Bezirk Unterfranken seit 2002 aus, um die besonderen Verdienste um die deutsch-französische Partnerschaft auf Bezirks- und Gemeindeebene zu würdigen. In diesem Jahr habe der Preis die Zielgruppe „Sport, Soziales, Kultur und Medien“ in den Fokus gestellt, weil Sport und Musik mehr seien als Freizeitbeschäftigungen. „Sie verbinden die Menschen über alle Grenzen hinweg Menschen“, betonte der Bezirkstagspräsident.

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