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Ein Blick zurück in prächtige Zeiten (4. September 2020)

Wanderausstellung „Rund um die Burg“ in Dettelbach eröffnet – Bereits bis 2022 ausgebucht

DettelbachBurgen2020

Eröffneten die neue Wanderausstellung (von links): Dr. Claudia Lichte (Museum für Franken), Bezirksrätin Gerlinde Martin, Archäologe Benjamin Spieß, Anne Kraft (Sachgebietsleiterin Museum beim Bezirk Unterfranken) und Ausstellungs-Kuratorin Daniela Kühnel. (Foto: Bezirk Unterfranken)

Dettelbach. (mm) Burgen seien etwas ganz Besonderes, betonte Bezirksrätin Gerlinde Martin bei der Eröffnung der neuen Wanderausstellung „Rund um die Burg“ am vergangenen Freitag in Dettelbach. Einst symbolisierten die Wehrbauten Macht und Reichtum, heute prägten Burgen oder die Ruinen, die von ihnen noch übrig seien, weithin sichtbar die unterfränkische Landschaft. „Es hat also einen guten Grund, dass sich unsere diesjährige Wanderausstellung dem Zauber jener Ritter-Romantik widmet“, so die Bezirksrätin weiter.

Seit 2017 stelle die Unterfränkische Kulturstiftung des Bezirks in Zusammenarbeit mit dem Museum für Franken jedes Jahr eine Sonderausstellung zusammen. Damit wolle der Bezirk nicht zuletzt die unterfränkischen Museen und die unterfränkischen Kultureinrichtungen unterstützen. „Vor allem aber geht es uns darum, auf unterhaltsame, leicht verständliche Weise Unterfrankens Geschichte und Unterfrankens Kultur zu erläutern,“ betonte Gerlinde Martin. Das gelte selbstverständlich auch für die Wanderausstellung „Rund um die Burg“, denn „gerade das mittelalterliche Franken war eine Blütezeit der Burgenherrlichkeit“.

„Burgen gab und gibt es in Unterfranken einfach überall“, stellte Anne Kraft, die Sachgebietsleiterin Museum beim Bezirk Unterfranken, in ihrer Einführung fest. Dieser Umstand habe es notwendig gemacht, mit der Ausstellung alle Regionen Unterfrankens abzudecken. Verschiedene Themeninseln setzten jeweils geografische Schwerpunkte, so würden etwa die Wappen fränkischer Adelsgeschlechter am Beispiel des Landkreises Kitzungen dargestellt.

Benjamin Spieß, der als Archäologe am Museum für Franken arbeitet, beschrieb in seinem Vortrag drei mittelalterliche Funktionen einer Burg, nämlich Wohnsitz des Burgherren und seiner Familie, zum anderen Schutz und Zuflucht bei Gefahr und in Krisenzeiten und schließlich Ausdruck von Macht. Insofern war eine Burg immer auch Spiegel des Reichtums ihrer Burgherren. Für knapp 500 Jahre war die beeindruckende Festungsanlage der Würzburger Fürstbischöfe auf dem Würzburger Marienberg die prächtigste Anlage in Unterfranken.

Mit ganz praktischen Fragen des Burg-Lebens beschäftigte sich die Kuratorin der Ausstellung, Daniela Kühnel, etwa den Ernährungsgewohnheiten der Burg-Bewohner oder den Minnesängern am Beispiel des legendären Otto von Botenlauben. Durch haptisches Erleben könne man auch heute noch mittelalterliche Burgen verstehen, so Kühnel weiter. Diesem Zweck dienten die zehn so genannten „Hands-on-Stationen“, die es den Besuchern erlaubten, die Ausstellung im wahrsten Sinn des Wortes mit allen Sinnen zu erleben.

Mit Blick auf diese Themeninseln sprach Dr. Claudia Lichte vom Museum für Franken von einer „Mitmachausstellung für die ganze Familie“. So lässt sich etwa an einem „Marktstand" ausprobieren, welchen Wert einst Gewürze hatten, oder via Touchscreen das eigene Wissen zum Thema Ritter und Burgen überprüfen. Ganz am Ende der Ausstellung wartet ein Fotostudio auf Besucherinnen und Besucher, die Spaß an einem ganz und gar nicht altmodischen Selfie haben.

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Die Wanderausstellung „Rund um die Burg“ ist bis zum 4. Oktober im Dettelbacher Kultur- und Kommunikationszentrum (KUK) und ab dem 22. November im Kunsthandwerkerhof in Stadtlauringen zu sehen. Im kommenden Jahr gibt es die Ausstellung in Lohr, Haßfurt, Aschach, Aschaffenburg und Würzburg und 2022 unter anderem in Mönchsondheim und Mönchberg.

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