Bitte stellen Sie Ihre Schriftgröße ein:              

Kontrastfunktion aktivieren:  

„Von Leistungsabfall ist nichts zu spüren“ (29. Juni 2021)

Verbandsversammlung des Zweckverbands Meisterschule Ebern für das Schreinerhandwerk

Holz ist ein wunderbarer Werkstoff, aus dem sich fast alles herstellen lässt. Dieses so genannte Carrom, ein Brettspiel, das auf dem indischen Subkontinent weit verbreitet ist, wurde in der Meisterschule Ebern für das Schreinerhandwerk angefertigt. (Foto: Mauritz)

Würzburg. (mm) Nicht nur mit ihren Meisterstücken beweisen die Schülerinnen und Schüler der Meisterschule Ebern, dass sie echte Könner sind. Auch beim Gestaltungswettbewerb der Firma Rehau (Erlangen) zeigten sie zu Beginn dieses Jahres, was sie draufhaben. Das berichtete Schulleiter PD Dr. Oliver Dünisch bei der Verbandsversammlung des Zweckverbands Meisterschule Ebern für das Schreinerhandwerk am Dienstag (29. Juni) in Würzburg. Die angehenden Meisterinnen und Meister waren aufgefordert, mobile und freistehende Möbelstücke zu entwerfen, deren Herstellung nicht länger als vierzig Stunden in Anspruch nehmen sollte. Die Siegerstücke sollen nun in Serie gehen. Sehr passend zu den Erfordernissen in Zeiten der Corona-Krise lautete eine der Kategorien des Wettbewerbs: Stehen und Arbeiten im Homeoffice.

Denn auch der Unterricht des Abschlusskurses in Ebern fand wegen der Pandemie nahezu durchgängig im Distanzunterricht statt, so Dünisch weiter. Dennoch konnten die zwei Meisterschülerinnen und die 16 Meisterschüler ihre Abschlussprüfungen termingerecht ablegen. „Von einem Leistungsabfall war nichts zu spüren“, so der Schulleiter. „Einer unserer Absolventen wurde sogar mit dem Meisterpreis der Bayerischen Staatsregierung ausgezeichnet!“

Aktuell studierten derzeit sechs angehende Schreinermeisterinnen und 51 angehende Meister an der Schule, und auch die künftigen Kurse sind zum Teil sogar bereits überbucht. Schulleiter Dünisch hat also allen Grund mit Optimismus in die Zukunft zu blicken.

Zu diesem zuversichtlichen Ausblick dürfte auch die Haushaltslage der Schule beigetragen haben. Das von der Corona-Pandemie geprägte Jahr 2020 habe die Schulleitung vor große organisatorische Aufgaben gestellt, räumte der Geschäftsleiter der Meisterschule, Andreas Polst, ein. Aber diese hätten auch mit Blick auf die wirtschaftlichen Auswirkungen sehr gut bewältigt werden können: „Das operative Geschäft der Meisterschule schloss mit einem Überschuss von 152.654,63 Euro ab“, rechnete Polst der Verbandsversammlung vor.

Dieser Überschuss habe dazu beigetragen, dass auf die ursprünglich im Jahr 2019 geplante und ins Jahr 2020 übernommene Kreditaufnahmeermächtigung von 273.800 Euro vollständig verzichtet werden konnte. „Damit werden die Folgejahre von Schuldendienstleistungen entlastet, was anderweitige finanzielle Spielräume eröffnet, betonte Polst.

Was allerdings auf die Schule in den kommenden Jahren zukommen wird, ist eine Sanierung der Abwasserleitungen im Schulgebäude und im Außenbereich. Erforderlich sei wohl eine entsprechende Sanierung innerhalb eines Zeitraums von fünf Jahren, die nach den momentanen Planungen im Jahr 2022 beginnen sollen. Dafür ist nach dem augenblicklichen Stand mit Kosten in Höhe von knapp 100.000 Euro zu rechnen, sagte Polst.

Die Meisterschule Ebern dient der Meisterfortbildung für Schreinerinnen und Schreiner. Schulträger ist ein Zweckverband bestehend aus dem Bezirk Unterfranken, dem Landkreis Haßberge, der Stadt Ebern und dem Fachverband Schreinerhandwerk Bayern. Den Löwenanteil trägt mit 72 Prozent der Bezirk, Vorsitzender des Zweckverbandes ist Bezirkstagspräsident Erwin Dotzel. Er zeigte sich am Rande der Verbandsversammlung beeindruckt, „wie die Schule mit der Corona-Pandemie umgeht“. Die Digitalisierung sah er in diesem Zusammenhang „als großen Gewinn für die jungen Leute“.

Der ganz überwiegende Teil der insgesamt 57 Schülerinnen und Schüler stammt aus Bayern, zumeist aus Unter- und Oberfranken. Aber auch in Nordrhein-Westfalen, Thüringen und Rheinland-Pfalz weiß man offensichtlich um die exzellente Ausbildung in Ebern – insgesamt zehn Schülerinnen und Schüler stammen aus diesen nicht-bayerischen Bundesländern

drucken Drucken
Ansprechpartner:
Anne-Katrin Jentsch
Silcherstraße 5
97074 Würzburg
Tel: 0931 7959-1824
Fax: 0931 7959-2824

Zimmernummer: D 41
Frau Wagenbrenner
Tel: 0931 7959-1325
Fax: 0931 7959-2325

Zimmernummer: D 35