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Museums-Landschaft braucht das Ehrenamt (19. September 2021)

Bezirk verleiht erstmals Kultur-Ehrenbriefe – Insgesamt fünf Auszeichnungen vergeben

Für „langjähriges, ehrenamtliches, außerordentliches Engagement auf kulturellem Gebiet“ verlieh Bezirkstagspräsident Erwin Dotzel fünf „Kultur-Ehrenbriefe der Unterfränkischen Kulturstiftung des Bezirk Unterfranken“. (Foto: Mauritz)

Aschach. (mm) Erstmals hat der Bezirk Unterfranken am Sonntag (19. September) in Schloss Aschach seine „Kultur-Ehrenbriefe der Unterfränkischen Kulturstiftung“ verliehen. Damit würden Personen oder Organisationen für „langjähriges, ehrenamtliches, außerordentliches Engagement auf kulturellem Gebiet“ gewürdigt, erklärte Bezirkstagspräsident Erwin Dotzel in seiner Laudatio. Unterfranken sei eine Region der Künstler und Kunstliebhaber, deshalb sei es wichtig, nicht nur Kunst und Kultur zu unterstützen, sondern auch diejenigen, die sich für Kunst und Kultur engagierten.

Die insgesamt fünf Auszeichnungen gingen an Lore Göbel (Kirchenburg Aschfeld), Rudolf „Rudi“ Bauer (Schifffahrts- und Schiffbaumuseum Wörth am Main), Rudolf Mauder (Heimatmuseum im Salzhaus Mellrichstadt) sowie an den Bürgerverein Ebern 1897 und schließlich an den Freundeskreis Museum Kulturspeicher in Würzburg.

Wie der Bezirkstagspräsident in seiner Würdigung sagte, habe sich Lore Göbel eines einzigartigen Bauensembles angenommen, nämlich der Kirchenburg Aschfeld. „Lore Göbel ist Initiatorin und Betreuerin dieses zauberhaften Museums. Sie hat das Einrichtungskonzept für das Museum entwickelte und in jahrelanger mühevoller Arbeit sämtliche Exponate zusammengetragen, die heute in den insgesamt 19 Gaden und im Keller ausgestellt sind.“

Rudolf „Rudi“ Bauer sei seit mehr als zwanzig Jahren der Erste Vorsitzende des Schifffahrts- und Schiffbaumuseum in Wörth am Main – „und seit mehr als vierzig Jahren dessen Motor!“ Rudi Bauer beweise, was langfristiges Ehrenamt bewirken könne, wenn es einhergehe mit Wissen, Fleiß, Ausdauer und Humor!

Jahrzehntelange und unermüdliche Arbeit stecke im Aufbau und der Gestaltung des Heimatmuseums im Salzhaus in Mellrichstadt, so Dotzel weiter. Seit 1983 habe Rudolf Mauder dieses Schatzkistchen geleitet, betreut und gehütet. Mit „unglaublicher Geduld und einer sagenhaften Detailkenntnis“ führe Rudolf Mauder seit Jahrzehnten Besucherinnen und Besucher aller Altersstufen durch das Museum.

Der Bürgerverein Ebern 1897 erhielt die Auszeichnung für das von ihm geschaffene und betreute Heimatmuseum Ebern. Mehr als 3.500 Exponate vermittelten ein „lebendiges und anschauliches Bild davon, wie die Menschen in Ebern und Umgebung ab Mitte des 19. Jahrhunderts lebten, wohnten und arbeiteten“, sagte Dotzel. Besonders lobte der Bezirkstagspräsident die junge und aktive Vorstandschaft für deren „moderne Museumsarbeit“: vielfältige online-Aktivitäten, virtuelle Angebote, Social-Media-Plattformen, jedes Jahr eine neue Sonderausstellung und vieles mehr.

Den fünften Kultur-Ehrenbrief erhielt der Freundeskreis Kulturspeicher Würzburg e.V., der mit seinen mehr als 1.000 Mitgliedern das weit über die Würzburger Stadtgrenzen hinaus bekannte Museum am Alten Hafen unterstützt und fördert. Als „ungewöhnlich“ bezeichnete es Dotzel, „dass der Verein keine Nachwuchssorgen hat!“ In den MiKs – den jungen Freunden des Freundeskreises Kulturspeicher – hätten sich junge Erwachsene zwischen 18 und 30 Jahren zusammengefunden, die das Interesse an Kunst und Kultur verbinde.

Hier kommen Sie zur Datenbank der Kulturehrenbriefe.

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