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„Arbeiten, wo alle arbeiten“ (4. November 2021)

Unterfränkischer Inklusionspreis für Fachbereich „INklusiv! Gemeinsam arbeiten“ der Mainfränkischen Werkstätten

Stellvertretend für den Fachbereich „INklusiv! Gemeinsam arbeiten“ der Mainfränkischen Werkstätten nahm Rainer Preuer (rechts) aus den Händen des Bezirkstagspräsidenten Erwin Dotzel den Unterfränkischen Inklusionspreis entgegen. (Foto: Mauritz)

Würzburg. (mm) Den mit 2.500 Euro dotierten Inklusionspreis in der Kategorie Arbeit hat Bezirkstagspräsident Erwin Dotzel am Donnerstag (4. November) an den Fachbereich „INklusiv! Gemeinsam arbeiten“ der Mainfränkischen Werkstätten verliehen. Mehr als hundert Personen haben in den vergangenen sechs Jahren Dank dieser Aktion in verschiedenen Kooperationsbetrieben eine Beschäftigung gefunden. Sie arbeiten zum Beispiel in Handwerksbetrieben, aber auch in der Industrie oder anderen Arbeitsplätzen.

„Das Ziel war von Anfang an, dass Menschen mit Behinderung dort arbeiten, wo auch andere Menschen arbeiten“, betonte Dotzel. Dies setze voraus, „wohnortnahe, maßgeschneiderte Arbeitsplätze für Menschen mit Behinderung in den Betrieben der Region zu schaffen und sie auf ihrem Weg in die Arbeitswelt zu begleiten und zu unterstützen“. Der unterfränkische Inklusionspreis werde jedes Jahr in fünf Kategorien ausgelobt, nämlich in den Bereichen „Arbeit“, „Wohnen“, „Bildung und Erziehung“, „Kultur, Natur und Umwelt“ sowie „Freizeit und Sport“, so Dotzel weiter. In diesem Jahr habe es zudem einen Sonderpreis für „Inklusion im Sozialraum – Gemeinschaft leben“ gegeben. Jeder Gewinner erhalte 2.500 Euro Preisgeld – „Insgesamt gibt es also in diesem Jahr 15.000 Euro“, betonte Dotzel.

Madeleine Leube, bei den Mainfränkischen Werkstätten zuständig für „Teilhabe Arbeit/Bildung/Inklusion“, erinnerte an die Auftaktveranstaltung des Fachbereichs „INklusiv! Gemeinsam arbeiten“, die im September 2015 im großen Sitzungssaal des Bezirkstags-Gebäudes stattgefunden habe. Allen sei von Anfang an klar gewesen, dass das Ziel nur gemeinsam erreicht werden könne. Zwischenzeitlich hätten sich 480 so genannte Unterstützer der Aktion angeschlossen. Als Zeichen der Anerkennung dafür erhalte jeder Arbeitgeber ein mehrere Kilo schweres Stück Schiene. Der Gleis-Abschnitt solle symbolisieren, dass sich auch eine lange Strecke aus vielen kleinen Stücken zusammensetze. „Insgesamt haben wir schon 425 Kilo Inklusion verlegt“, drückte es Marilena Krieger vom sozialpädagogischen Fachdienst aus.

Als Behindertenbeauftragte des Bezirks sprach Karin Renner bei der Preisverleihung an „INklusiv! Gemeinsam arbeiten“ von einem „denkwürdigen Tag“. Für sie sei die Aktion ein „Erfolgs-Modell“. Das fröhliche Lachen der Menschen mit Behinderung bei ihrer Arbeit mache aus dem Projekt etwas ganz Besonderes. Arbeit mache erst Sinn, wenn man an der Arbeit Freude habe, betonte Renner in ihrem mit viel Verve vorgetragenen Schlusswort.

Eröffnet hatte den Festakt im „Beratungszentrum Arbeit, Bildung, Wohnen“ in der Würzburger Schönbornstraße der Geschäftsführer der Mainfränkischen Werkstätten, Dieter Körber. Er wies darauf hin, dass die unterfränkische Aktion eine der erfolgreichsten in ganz Bayern sei. Er lobte in diesem Zusammenhang die Unterstützung durch den Bezirk Unterfranken: „Ohne dessen Hilfe wären wir nicht dort, wo wir heute sind!“, sagte Körber.

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