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Bezirk Unterfranken will Substitutionsangebot unterstützen (27. Januar)

Blick in den Korridor des Zentrum für Seelische Gesundheit

Am Zentrum für Seelische Gesundheit in Würzburg ist eine von sieben Psychiatrischen Institutsambulanzen des Bezirk Unterfranken angegliedert. (Foto: Hiller)

Würzburg. (hil) Die medizinische Behandlung substituierter opioidabhängiger Menschen soll künftig vermehrt im Rahmen der Psychiatrischen Institutsambulanzen (PIA) durch den Bezirk Unterfranken in Absprache mit der Kassenärztlichen Vereinigung übernommen werden. Diese Empfehlung hat der Planungs- und Koordinierungsausschuss des Bezirk Unterfranken auf seiner Sitzung am Mittwoch (27. Januar) einstimmig beschlossen.

Die gemeinsamen Planungsgedanken richten sich auf eine prognostizierte Versorgungssituation durch die niedergelassenen Fachärzte, auf Optionen durch die Psychiatrischen Institutsambulanzen (PIA) und die Möglichkeiten der Psychosozialen Suchtberatungsstellen.

Anstoß dieser Planungen war das Fazit des Unterausschusses „Sucht“, aus dem sich eine Expertenrunde mit Vertreterinnen und Vertretern der Kassenärztlichen Vereinigung Bayerns, der Psychiatrischen Krankenhäuser und deren Geschäftsleitung, der Suchberatungsstellen und der Psychiatrie- und Suchthilfekoordination des Bezirk Unterfranken formiert hat.

Demnach gebe es vor allem in Stadt und Landkreis Aschaffenburg, dem Landkreis Miltenberg und dem Landkreis Main-Spessart in Zukunft eine äußerst kritische Versorgungssituation.

Mit einem Schreiben wandte sich die Kassenärztliche Vereinigung Bayerns – Bezirksstelle Unterfranken - an Bezirkstagspräsident Erwin Dotzel, mit der Bitte die Substitutionsbehandlung Opioidabhängiger durch die Einbindung weiterer Psychiatrischer Institutsambulanzen des Bezirks sicherzustellen.

Daraus wird deutlich, dass sich die Versorgungssicherheit in den kommenden Jahren in diesem Bereich immer schwieriger gestaltet. Das liege nicht zuletzt an der Überalterung der suchtmedizinisch qualifizierten Vertragsärztinnen und Vertragsärzte.

Um dieser vorhersehbaren Unterversorgung entgegenzuwirken, bittet die Kassenärztliche Vereinigung Bayerns um die verstärkte Einbindung der Psychiatrischen Institutsambulanzen des Bezirk Unterfranken bei der Sicherstellung des Substitutionsbedarfs. Dotzel betonte, dass dies ein neuer und guter Weg sei, um auch in Zukunft den Behandlungsbedarf substitutionsbedürftiger Menschen in Unterfranken zu gewährleisten.


Der Bezirk Unterfranken hat nach Maßgabe der "Grundsätze zur Versorgung von Menschen mit psychischen Erkrankungen in Bayern" vom März 2007 einen Planungs- und Koordinierungsausschuss (PKA) etabliert.

Vordringlich soll dadurch die Planung der psychiatrischen Versorgung und die Zusammenarbeit aller an der psychiatrischen Versorgung teilnehmenden Einrichtungen und Institutionen mit dem Ziel einer patientenorientierten Vernetzung aller Angebote verbessert werden.

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Dr. Markus Mauritz
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