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„Wer global denkt, muss lokal handeln“ (19. Mai 2022)

Dotzel eröffnet Fairtrade-Ausstellung: Wirkungsvolles Instrument zur Armutsbekämpfung in der Welt

Eröffneten die Ausstellung über „fairen Handel“: Bezirkstagspräsident Erwin Dotzel und die Fairtrade-Beauftragte des Bezirks, Claudia Schubert. (Foto: Mauritz)

Würzburg. (mm) Drei Wochen lang präsentiert sich das Foyer des Bezirksgebäudes im oberen Frauenland als Ausstellungsraum. Auf acht großformatigen Stellwänden wird während dieser Zeit anschaulich erklärt, was sich hinter dem Begriff „Fairtrade“ verbirgt und was der Einzelne tun kann, um dieses Projekt zu unterstützen. Fairtrade zahlt den Produzenten in Afrika, Asien, Latein- und Südamerika höhere Preise als im Welthandel üblich und verschafft den Menschen damit ein verlässliches Einkommen. Zudem achtet die Organisation auf die Einhaltung von Umwelt- und Sozialstandards in den Erzeugerländern. Der Bezirk Unterfranken ist seit Ende 2020 als erster Bezirk Deutschlands als „Fairtrade-Region“ anerkannt.

Wie Bezirkstagspräsident Erwin Dotzel anlässlich der Ausstellungseröffnung sagte, sehe er in der Unterstützung des fairen Handels „ein wirkungsvolles Instrument zur Armutsbekämpfung in der Welt“. Dank garantierter Mindestpreise könnten die Produzentinnen und Produzenten in den benachteiligten Ländern aus eigener Kraft ein menschenwürdiges Leben führen. Dotzel: „Auf diesem Weg verhindern wir Armutswanderungen ebenso wie die Ausbeutung von Bodenschätzen oder Kriege, die um die natürlichen Ressourcen geführt werden.“

Wer global denke, verstehe sehr schnell, wie sehr es auf lokales Handeln ankomme, so Dotzel weiter. Der Begriff von der Dritten Welt führe ein wenig in die Irre. „Wir leben nicht in drei verschiedenen Welten, wir alle leben in ein und derselben Welt. Und in dieser einen Welt müssen wir respektvoll und vertrauenswürdig miteinander umgehen!“

Claudia Schubert, in deren Zuständigkeitsbereich die mit Fairtrade verbundenen Aufgaben gehören, zeigte sich erfreut darüber, dass der Bezirk dazu beitrage, die Idee des weltweiten fairen Handels weiterzutragen: „Es ist schön zu sehen, in wie vielen Bereichen des täglichen Lebens fair gehandelte Produkte verfügbar sind!“ Mit diesen Produkten ließen sich die Arbeits- und Lebensumstände der Kleinbäuerinnen und Kleinbauern sowie der Arbeiterinnen und Arbeiter in Asien, Afrika und Lateinamerika signifikant verbessern, sagte Schubert.

Die Organisation TransFair International als Träger des europäischen Fair-Trade-Siegels wurde 1992 von der EFTA (Europäische Freihandelsassoziation) und TransFair Deutschland in Göttingen gegründet. Anlässlich dieses 30. Geburtstags sind etliche Aktionen geplant, an denen sich der Bezirk beteiligen will. Namentlich nannte Schubert den „Tag des Kaffees“ am 1. Oktober und die „Sweet Revolution“, bei der es um fairen Handel mit Kakao geht.

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Ansprechpartner:
Dr. Markus Mauritz
Pressesprecher
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Tel: 0931 7959-1617
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