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Gerechtigkeit geht durch den Magen (21. September 2022)

In den Bezirks-Häusern kommen derzeit vor allem fair gehandelte Produkte auf die Teller

„Fair steht Dir!“ Unter diesem Motto informieren derzeit die Kantinen der Krankenhäuser und Heime des Bezirks über „fairen Handel“. In der Küche des König-Ludwig-Hauses ließ sich Bezirkstagspräsident Erwin Dotzel von Küchen-Chef Pascal Hammer (links) und dessen Mitarbeiter Patrick Angly (rechts) zwei Menüs aus fair gehandelten Zutaten zeigen. (Foto: Mauritz)

Würzburg. (mm) Im Leben gehe es nicht immer fair zu, „aber gemeinsam können wir dazu beitragen, dass die Welt ein bisschen gerechter wird“, so die Überzeugung von Bezirkstagspräsident Erwin Dotzel zu Beginn der diesjährigen „Fairen Woche“. In den Klinik-Kantinen des Bezirk Unterfranken werden daher zurzeit vorrangig nachhaltig beschaffte oder fair gehandelte Produkte verarbeitet und angeboten. Das gilt etwa für Tee, Kaffee, Reis, Obst und Schokolade. Auf diese Weise unterstützt der Bezirk den fairen Handel.

Der Bezirk Unterfranken ist der erste Bezirk Deutschlands, der offiziell als „Fairtrade-Region“ anerkannt wurde. Der Anerkennung als „Fairtrade-Region Bezirk Unterfranken“ im Dezember 2020 war ein intensiver Bewerbungsprozess vorausgegangen. Wie Dotzel betonte, helfe Fairtrade den benachteiligten Produzenten im globalen Süden zu einem besseren Marktzugang. Dies sei ein „wirkungsvolles Instrument zur Armutsbekämpfung in der Welt“. Denn dank garantierter Mindestpreise könnten die Produzentinnen und Produzenten in den benachteiligten Ländern aus eigener Kraft ein menschenwürdiges Leben führen. „Auf diesem Weg verhindern wir Armutswanderungen ebenso wie die Ausbeutung von Bodenschätzen oder Kriege, die um die natürlichen Ressourcen geführt werden“, so Dotzel weiter.

Rund 2.000 Mahlzeiten würden täglich in den Krankenhäusern und Heimen des Bezirks zubereitet, so Dotzel weiter. Oberste Priorität bei der Beschaffung der Zutaten habe die Regionalität, wie der Bezirkstagspräsident betonte: „Die Wertschöpfung soll in der Region bleiben!“ Andererseits sei sich der Bezirk Unterfranken aber seiner Verantwortung bewusst. An der „Fairen Woche“ beteiligten sich daher die Bezirks-Kliniken in Lohr am Main, Würzburg, Werneck und Münnerstadt sowie die so genannte Versorgungszentrale auf dem Heuchelhof, die die Dr. Karl-Kroiß-Schule, die Schulvorbereitende Einrichtung und das Körperbehindertenzentrum beliefere. Bei einem einschlägigen Seminar wurden die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter der Bezirk-Küchen zu Jahresanfang auf die „Faire Woche“ gründlich vorbereitet.

Als „Fairtrade-Region“ fühle sich der Bezirk Unterfranken mit der ganzen Welt verbunden, so Dotzel weiter. Dank des fairen Handels erzielten Kleinbauern in Afrika, Asien oder Süd- und Mittelamerika bessere Preise für ihre Erzeugnisse. Damit eröffneten sich für Millionen von Menschen angemessene Lebensbedingungen. Dies wiederum ermögliche es ihnen, mit den natürlichen Ressourcen sorgsam umzugehen und schaffe gleichzeitig den jungen Menschen die Chance auf eine solide Ausbildung. „Unser Ziel als Fairtrade-Region ist es, den fairen Handel durch überregionale Zusammenarbeit weiter zu stärken und damit ein konkretes Zeichen für eine gerechte und nachhaltige globale Entwicklung zu setzen“, betont Dotzel. So gesehen sei Fairtrade ein gutes Geschäft – für beide Seiten, die Produzenten und die Verbraucher.

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Ansprechpartner:
Dr. Markus Mauritz
Pressesprecher
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