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Erfolg ist ein Team-Spiel (23. Januar 2024)

Beim Neujahrsempfang im König-Ludwig-Haus vergewissert man sich seiner eigenen Stärken

Ein klares Bekenntnis zum König-Ludwig-Haus: Bezirkstagspräsident Stefan Funk bei seiner Neujahrsansprache im Hörsaal der Orthopädie im Zentrum für seelische Gesundheit. (Foto: Hiller)

Würzburg. (mm) Der Blick zurück stimme optimistisch für die Zukunft, auch wenn die politische Großwetterlage derzeit ausreichend Grund gebe, „um mit gemischten Gefühlen dem neuen Jahr entgegenzusehen“. Dies erklärte Bezirkstagspräsident Stefan Funk am Dienstag (23. Januar) in seiner Neujahrsansprache in der orthopädischen Klinik König-Ludwig-Haus. Schließlich habe man in der Vergangenheit zahlreiche Herausforderungen erfolgreich gemeistert. So gesehen, spreche nichts dagegen, dass es auch in Zukunft erfolgreich weitergehe. Als Beleg für die jüngsten Erfolge nannte Funk die zurückliegende Corona-Pandemie. „Bei der Bewältigung dieser Krise haben die Kliniken des Bezirks eine wichtige Rolle gespielt“, sagte Funk.

Zugleich dankte er den „tüchtigen und engagierten Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern“, denen es letztlich zu verdanken sei, „dass wir aus der Covid-Krise wieder herausgekommen sind“. In engem Schulterschluss sorgten Bezirksverwaltung und Bezirkseinrichtungen auch sonst für eine funktionierende medizinische Infrastruktur. „Gemeinsam sorgen wir dafür, dass die Menschen in Unterfranken gut und sicher leben können“, so Funk weiter. Niemand könne vorhersagen, was das Jahr 2024 bringen werde, aber er sei sicher, dass auf die Beschäftigten des Bezirks auch im neuen Jahr Verlass sein werde. Andererseits könne er versprechen, dass der Bezirk Unterfranken auch in Zukunft ein verlässlicher und attraktiver Arbeitgeber bleiben werde: „Das König-Ludwig-Haus kann sich auf den Bezirk verlassen!“

Pflegedirektorin Michaela Bach lobte insbesondere die kollegiale Atmosphäre im König-Ludwig-Haus: „Man hält zusammen, auch wenn es stressig wird!“, betonte Bach. Die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter verstünden sich als ein Team, in dem jeder und jede gebraucht würde. Probleme verursache nach wie vor der Fachkräftemangel. Im Durchschnitt hätten im vergangenen Jahr in der Orthopädie des KLH 10,7 Stellen nicht besetzt werden können, und im Zentrum für seelische Gesundheit seien dies 5,4 Stellen gewesen. Hoffnung setzt die Pflegedirektorin in diesem Zusammenhang auf das geplante Pflegekompetenzgesetz, mit dem die Pflegeberufe durch die Erweiterung der Zuständigkeiten attraktiver werden sollen.

Anhand eines umfangreichen Datenmaterials warf Martin Hauschild, Leitender Oberarzt im Zentrum für seelische Gesundheit, einen Blick in die nahe und fernere Zukunft. Die demographische Entwicklung werde die kommenden zehn Jahren deutlicher prägen als der Klimawandel, sagte Hauschild voraus. Mit dem Eintritt der so genannten Babyboomers ins Rentenalter würden einerseits die öffentlichen Lasten für die Finanzierung der Ruhegelder steigen, gleichzeitig aber die Zahl der Erwerbstätigen sinken. Mehr Ausgaben stünden dann weniger Einnahmen gegenüber. Bereits jetzt beteilige sich der Bund mit einem erheblichen Anteil an der Finanzierung der gesetzlichen Rente. Die Kosten dafür würden zwangsläufig weiterklettern. Bis 2050 werde der Anteil der „Generation 80 plus“ voraussichtlich auf rund zehn Prozent zulegen. Dann erst sei eine Trendwende möglich, prognostizierte Hauschild.

Von den verschiedenen zurückliegenden sowie von den geplanten Baumaßnahmen berichtete Krankenhausdirektor Karsten Eck. So sei im Sommer 2017 das Zentrum für seelische Gesundheit eingeweiht worden, mit dem Unterfranken ein neues Krankenhaus mit sechzig vollstationären Betten und 24 teilstationären Plätzen erhalten habe. Ein wichtiger Aspekt in diesem Zusammenhang sei der gemeinsame Eingang mit dem König-Ludwig-Haus gewesen, um der Stigmatisierung psychischer Erkrankungen entgegenzuwirken. Mittlerweile sei eine repräsentative Eingangshalle entstanden sowie eine neue Cafeteria und eine hochmoderne Aufnahmestation. Als nächstes käme eine Generalsanierung auf das KLH zu, so Eck.

Das letzte Wort hatte schließlich der Ärztliche Direktor des König-Ludwig-Hauses, Prof. Dr. Maximilian Rudert. Er ließ die jüngsten Auszeichnungen seines Hauses kurz Revue passieren. So habe das weltweit renommierte US-Nachrichtenmagazin Newsweek das König-Ludwig-Haus bereits mehrmals zu den „World’s Best Specialized Hospitals“ gerechnet hat. Das KLH befinde sich im bundesweiten Vergleich damit auf Platz vier, direkt hinter der Charité in Berlin, der Helios ENDO-Klinik Hamburg und der BG-Unfallklinik Berlin! Auch das F.A.Z.-Institut zählt das König-Ludwig-Haus zu den Top-Kliniken in der Bundesrepublik, und bereits mehrmals hat es die Würzburger Klinik auf die Focus-Klinikliste geschafft. Rudert erinnerte auch an die zahlreichen Symposien, Kongresse und Zertifizierungen der jüngsten Zeit. Und schließlich bestätigten auch die Patientinnen und Patienten dem KLH immer wieder, „eine außergewöhnliche Klinik“ zu sein. Das zeige, dass es hier um ein extrem erfolgreiches Haus gehe. Diese medizinische und pflegerische Kompetenz, dürfe nicht aufgrund der Ökonomisierung des Gesundheitswesens verloren gehen, forderte Rudert.

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